444
E1 c k t r i s i r m n s c h i n e.
auf dieselbe auf und fest an die Glasscheibe ongeschraubt, undum dieses Anschrauben recht dicht machen zu können, werdendie nach der Scheibo hingekehrten Flachen der beiden Halbku-geln mit Scheiben von weichem und recht gleichförmigem Schafs-leder versehen, die zu diesem Behuf in der Mitte ein Loch ha-ben , um auf die Axe aufgesteckt zu werden. Das feste An-schrauben geschieht vermittelst eines starken zweiarmigenSchraubenziehers, zu dessen Anbringung in jener aufzuschrau-benden Halbkugel die nöthigen Löcher angebracht sind 1 . Diohölzerne Axe ist von einem recht trockenen und harten Holze,und um sie noch isolirender zu machen, so wie die Halbkugelnmit einem guten Firnifs dick überzogen. Diese Axe ruht aufbeiden Seiten auf zwei hohen massiven Glassäulen, welche ineine starke hölzerne Fassung von Mahagoniholz mit einem ein-geschnittenen Lager für die Axe eingelassen sind. Die obereHälfte dieses Lagers ist durch zwei starke Holzschrauben mitwohl abgerundeten Köpfen fest angeschraubt. Die Kurbel isteine starke Glasstange, deren Handgriff ebenfalls von wohlpolirtem Mahagoniholze gemacht ist, und die am andern lindein eine grofse ringförmige Fassung von Mahagoniholz, welcheüber die Achse greift, eingekittet ist. Das Reibzeug besteht
1 Mcncke vermeidet dio Pressung, welche die Scheibe hiernachin ihrer Mitte erleidet, dadurch, dafs er die ledernen Scheiben aufbeiden Seiten mit etwas venetianischem Terpentin bestreicht, wo-durch sie so fest an das Glas und Holz kleben, dafs cs keines An-v ziehens der Scliraubc bedarf. Hiermit ist indefs der Nachtlieil ver-bunden, dafs nach dem unglaublichen Erhärten des Terpentins dioHalbkugeln von der Scheibe nicht wieder getrennt werden können.Deswegen pflegt derselbo den kugelförmigen Theil der Axo ans vierSegmenten verfertige« zu lassen, wovon dio zwei, welcho an derScheibe anlicgen, etwa 0,75 bis 1 Z. dick am Giasc auf die angege-bene Weise festgeklebt, und dann nach dem Durchstecken der Achse. mit den beiden andern durch Pflö'cko verbunden werden. Pig. 46zeigt eine solcho Fassung für zwei Scheiben, wobei aa eine massivegläserne Axo ist, h deren messingene Fassung mit einem Theilc dergläsernen Kurbel b; dio parallelen Scheiben o, d liegen zwischen denanfgeklebten Stücken a a au, deren Befestigung auf dem hölzernen^g ’Ueberzugo der gläsernen Axo ans der Zeichnung ersichtlich ist, /!, fl'endlich sind die halbkugclförmigen Schlufsstückc. Man kann sonachbeide Scheiben mit den nngcklcbtcn Stücken a a; ää von der Axonehmen, und durch zwisclicugclcgto Stücke Papier ihre Flächen leichtvöllig paiallel machen.