aus verschiedenen Stoffen. 455
In ilen Ständern C D E F auf einem Fufsgestelle senkrecht auf-gerichtet, sind zu oberst Löcher geschnitten, welche die Pfan-nen für die nicht völlig einen Zoll dicken buchsbaumenen Axenzweier leichter, von Brettern zusammengeleiniter, und mit Sergeüberzogener, Cylinder enthalten. Diese Cylinder sind 27" lang,haben 8” im Durchmesser, und ihre beiden Endplatten rageneinen halben Zoll über sie hervor. Nur eine der Achsen ist miteiner 6 Zoll langen messingenen Kurbel versehen. Der gefirnifsteTaffentKNL (von der Art, deren man sich zu den Aerostatenbedient) geht um beide Cylinder, ist an den Enden zusammen-genäht und läl'st sich durch Zurückschieben des einen Cylindersund seines Gestells so straff anziehen, dafs beide Cylinder um-laufen , wenn der eine vermittelst der Kurbel gedreht wird.Die Länge des Seidenzeugs beträgt 11 Fufs oder 132", dieBreite 26", also einen Zoll weniger, als die Länge der hölzernenCylinder. Die Reiber sind wie an der Walkier’schen Maschine,durch seidene Fäden an die Ränder der Cylinder befestigt unddurch Ketten v, v mit der Erde in leitende Verbindung gesetzt.ZweiStücke gefirnifsten Wachstaffents p, q gehen von den Reib-zeugen bis zum Leiter, nach Art des Wachstaffents hei denGlasmaschinen. Der erste Leiter S besteht aus Messingblechvon gewöhnlicher cylindrischer Form, ist 3" dick und 36" lang,schwebt an seidenen Schnüren, welche an den Rändern derCylinder befestiget sind, zwischen den beiden Ebenen des Taf-fents, und hat oben und unten nach seiner ganzen Länge einsenkrecht stehendes Blech y, y, welches als sogenannter Ein-sauger dient, und nur -j” vom Seidenzeuge entfernt bleibt.Bohnenberger hat in der 2ten und 3ten Fortsetzung seiner Be-schreibung einiger Elektrisirmaschinen und elektrischer Versuchegleichfalls Einrichtungen zur negativen Elektrisirung angegeben,die mit denen von Walkiers und Lichtenberg im Wesent-lichen Übereinkommen. Eine solche Trommel-Maschine 1 hatein etwas einfacheres Gestell, wo an der Trommel nicht blofsäufserlich oben und unten, sondern auch inwendig Reiber vonKatzenfell angebracht sind, damit das aufgespannte Zeug aufbeiden Seiten gerieben, und zugleich das Runzeln desselbenverhütet werde. Dem gefirnifsten Taffent gibt er den Vorzug vordem Wollenrasch; Tamis oder andere geglättete Wollenzeuge
1 3te Fortsetzung.