Band 
Erster Band.
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Jndier

Die Indier sind das östlichste der viele» mit einander näher ver-wandten Völker, die unter dem Namen des indv-germanischenoder indo - curopäischen Völkerstammes zusainmengefaßt werden.Diese zahlreiche Völkcrgruppe, welche den gebildetste» Theil deskaukasischen Menscheiistammes in sich begreift, ist von allen Völ-kerstämmen am weitesten über die Erde verbreitet. Das Gebietderselben erstreckt sich von den Mündungen des GangcS-Flusses an,durch das mittlere und nordwestliche Asien und durch Europa hindurch,bis nach Amerika hinüber, wo alle christlichen Einwohner, welcheeuropäischer Abkunft sind, dem indo-germanischcn Völkerstannn an-gehören. In Europa sind alle Völker Indo-Germancn mit Aus-nahme der Lappländer, einiger kleinen Völkerschaften Rußlands,der Magyaren in Ungar», der Türken, der Walachen, der Jude»,der Basken und vielleicht auch der Albanesen.

Der indo-germanische Bölkerstamm zerfällt in sechs Unterab-theilungcn, deren jede aus einer Anzahl von Völkern besteht, die miteinander wieder näher verwandt sind, als mit den übrigen ihresStammes. Die Jndier gehören zu derjenigen Abtheilung, welche nachihnen den Namen des indischen Völkerzweigs führt. Außer denIndicrn besteht dieselbe nur noch aus zwei Völkern, nämlich ausden auf dem Hindukusch-Gebirge wohnenden K a sir's und den durchso viele Länder hin verbreiteten Zigeunern, deren nahe Ver-wandtschaft mit den Indicrn erst in unseren Tagen durch das Stu-dium ihrer Sprache sicher erkannt worden ist. In Indien leben übri-gens seit uralter Zeit noch einige Völkerschaften, wie die Tuda'S,die Kulie's, die Bill's und andere, welche uncivilisirt geblieben sindund von den Indicrn tief verachtet werden; diese sind aber wedermit den Letzteren, noch mit irgend einem andern Zweig des indo-