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Erster Band.
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Griechen. Sparta vor den Perser-Kriegen.

teuer des Anstomenes vielfach besungen, und die vergrößerndenErzählungen von denselben wurden unter den Mefsemern späterebenso vom Vater auf den Sohn überliefert, wie die Ge-schichten von Theseuö in Athen und die von Kadnms und Ocdipusin Theben.

Anstomenes, der in Arkadien aufgewachsen war, sammelte dieSöhne und Enkel der geflüchteten Messenier um sich, versicherte sichder Unterstützung des arkadischen und argioischcn Volks, und brachdann mit jenen Landsleuten und vielen andern sich an ihn an-schließenden Pelopvnnesiern in Mefsenien ein. Er hatte kaum denBoden seines Hcimathlandes betreten, als die Bewohner desselbensich erhoben, und in kurzer Zeit stand ganz Messenien unter denWaffen. Es kam alsbald zu einer Schlacht mit den Spartanern,diese wurde von Anstomenes zwar nicht gewonnen, aber auch nichtverloren, und gewährte den Mefsemern den Vortheil, daß sie Ver-trauen zu ihrer Sache und zu ihrem Führer faßten. Anstomenes,den die Sage tapfer wie Achilles und listig wie Odysscus sein läß>,wußte durch verwegene Abenteuer den Muth seiner Landsleute im-mer mehr zu beleben und die Feinde in Schrecken zu setzen. Ersoll um jene Zeit namentlich eines Tages sich verkleidet in Spartaeingeschlichen, nnd in dein dortigen Tempel der Kriegsgöt-tin einen Schild aufgestellt haben, welcher die Inschrift trug:„Anstomenes weiht aus der spartanischen Beute diesen Schild derMinerva!"

Die Spartaner befragten jetzt das delphische Orakel um Rath,und erhielten, wie es heißt, die Antwort, sie sollten sich von denAthenern einen Anführer erbitten. Diese sandten ihnen auS Haßund Neid den lahmen und des Krieges unkundigen SchulmeisterTprtäus, halfen aber gerade dadurch den Spartanern mehr, alswenn sie ihnen einen tüchtigen Kriegsmann geschickt hätten, dennTyrtäus war ein großer Dichter, und belebte durch die Machtseiner Lieder den Muth und Patriotismus der bereits halb ver-zweifelnden und überdies unter sich in Zwietracht zerfallenen Spar-taner. So berichtet die fabelhafteste und deshalb am meisten ge-glaubte Sage von dem zweiten messcnischen Kriege; sie ist offenbareine reine Dichtung, welche in späterer Zeit entstand, als die Spar-taner und Athener in ein lang dauerndes feindliches Verhältniß

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