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Erster Band.
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Griechen. Sparta vor den Perser-Kriegen. 293

rück, um deren Besitz der Krieg noch elf Jahre lang ge-führt wird.

Dieser lange Velagerungskampf war mit einem kleinen Kriegeverbunden, in welchem die Meffenier durch einzelne Raubzüge denSpartanern so sehr zusetzten, daß dieselben eine Zeitlang die Be-bauung der Felder des von ihnen besetzten Messcniens unterlassenmußten. Dies ist auch diejenige Zeit des ganzen Krieges, welchevon der dichtenden Sage mit den wunderbarsten Thaten und Aben-teuern des messcnischen Helden ausgeschmückt worden ist. Aristo-menes wurde damals unter Andern auf einem seiner Streifzügczugleich mit fünfzig Gefährten gefangen. Man stürzte ihn mitdiesen in den sogenannten Kaiadas, einen in der Stadt Spartabefindlichen Felsenschlund, in welchen Staatsverbrecher oder ihreZeichen geworfen zu werden pflegten. Alle kamen dabei ums Leben,mit alleiniger Ausnahme des Aristvmenes, welcher unbeschädigtzum Boden des Abgrunds gelangte. Hier lag er drei Tage, undschon glaubte er den Hungertod erleiden zu müssen, als er durcheinen zu den Leichen schleichenden Fuchs gerettet ward. Aristomenesergriff nämlich den Schwanz desselben, und gelangte so durch dievielen verworrenen Felsengänge an das Tageslicht. Glücklich ent-kam er aus der feindlichen Stadt, und erschien zur großen Freudeder Seinen wieder auf der Feste Zra. Hier feierte er das Festder Hckatomphonie oder das seltene Fest, welches bei den älterenGriechen nur derjenige feiern durfte, der hundert Feinde mit eige-ner Hand erschlagen hatte, und welches Aristomenes dreimal in sei-nem Leben beging. Bald nachher wurde er wieder gefangen, undzwar von kretischen Bogenschützen, die im Solde der Spartanerstanden. Diese schleppten ihn gebunden mit sich fort, um ihn nachSparta zu bringen. In der nächsten Nacht kehrten sie, noch aufmessenischem Boden, in dem Hause einer Wittwe ein; die Tochterderselben machte, um den Helden ihres Volles zu retten, die Bogen-schützen trunken, befreite ihn dann von seinen Fesseln, und entflohnebst ihrer Mutter mit ihm. Aristomenes vermählte seine Erretterinmit seinem Sohne Gorgus.

Trotz aller Tapferkeit und alles Glückes des Aristomenes er-schien doch endlich für Ira und die Meffenier, wie einst für Trojaund seine Helden, der Tag des Untergangs. In einer stürmische»