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Erster Band.
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Griechen. Athen vor den Perser-Kriegen.

Übermacht und verließ Athen zum zweiten Mal, um dann, wenndie Zeit zur bleibenden Begründung seiner Herrschaft gekommensei, wieder zurückzukehren. Er begab sich auf seine großen Güterin Euböa. Hier brachte er elf Jahre zu, lebte gleich einem Fürsten,und unterhielt mit nahen und fernen Staaten Verbindungen. End-lich machte er, unterstützt von einem Theile dieser Staaten und vonseinen Freunden in Athen, zum letzten Mal einen Angriff auf dieFreiheit der Athener. Mit einer nicht unerheblichen Zahl vonTruppen brach er plötzlich in Attika ein, und besetzte den Ort Ma-rathon, wo sich seine alten Anhänger und viele anderen unzufriedenenAthener mit ihm vereinigten. Als die Truppen der Stadt gegenihn auszogen, brachte er ihnen eine Niederlage bei und trieb sieaus einander. Ohne Widerstand zu finden, drang er hierauf indie Stadt ein, und ward zum dritten Mal Alleinherrscher (um dasJahr 540 v. Chr.). »

Pisistratus blieb bis zu seinem, im Jahr 527 v. Chr. erfolg-ten Tod im ungestörten Besitze der Herrschaft. Er war zum Herr-scher geboren, besaß vortreffliche Eigenschaften des Geistes undHerzens, und regierte, nachdem er das Ziel seines Ehrgeizes er-reicht hatte, auf eine sehr milde Weise. Viele von seinen Gegnernwaren entweder in der von ihnen erlittenen Niederlage gefallenoder unmittelbar nach derselben entflohen; die angesehensten derübrigen zwang er, ihm ihre Kinder als Geißeln zu geben, welcheer sodann einem ihm befreundeten Tyrannen von Naros zur Be-wachung übergab; an seiner Person dagegen wurde niemand ge-kränkt. Söldner hielt er sich zwar auch fernerhin, allein er stützteseine Regierung, wie Kypselus von Korinth, mehr auf Maßregelnder Milde und auf die Zuneigung der Volkspartei, als auf Waf-fengewalt, und behauptete sich vorzugsweise dadurch und mit Hülfeseines Reichthums im Besitz der Alleinherrschaft. Er ließ auch jetztdie Formen und Gesetze der Solonischen Verfassung bestehen, undschonte sogar den streng aristokratischen Theil derselben so sehr, daßer sich selbst nicht scheute, einmal in eigener Person vor dem Tri-bunal des Areopagus zu erscheinen. Er war mild gegen diejenigen,welche sich gegen ihn vergaßen, nahm sich der Armen und Unglück-lichen an, und wußte durch seine angeborene Liebenswürdigkeit unddurch ein Benehmen, welches nie blos den Gebieter zu erkennen