Band 
Erster Band.
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Z2-1 Geschichte der alten Welt.

Diese erhielten die gewünschte Zusage, jedoch nur unter der Be-dingung, daß sie im Namen ihres Staates sich für persische Va-sallen erklärten. Die Gesandten gingen zwar auf diese Forderungein, die Athener aber erkannten das, was sie gethan hatten, nichtan, und wiesen das persische Bündniß zurück. Dies war die erstediplomatische Berührung, welche zwischen Persien und einem StaateGriechenlands Statt fand. Kleomenes hatte unterdessen ein ausSpartanern und peloponnesischen Bundesgenossen bestehendes Heergesammelt, und zugleich die Böotier und die Bürger von Chalcisauf Euböa zu einem Angriff auf das athenische Gebiet bewogen.Er selbst rückte mit seinem Heere in Attika ein, und war bereitsbei Eleusis angekommen, als die Korinther, denen man sowie denübrigen Bundesgenossen beim Aufgebot ihres Kontingents den eig-entlichen Zweck des Zuges nicht angegeben hatte, sich weigerten,dem Kleomenes als Werkzeuge seiner Nachsucht zu dienen, und nachHause zurückkehrten. Auch der zweite spartanische König, Dema-ratus, der sich ebenfalls beim Heere befand, wollte an KleomenesRacheplan nicht Theil nehmen. Hierauf verließen alle Bundes-genossen den Kleomenes, und dieser mußte eilen, mit dem Rest desHeeres sich aus Attika zurückzuziehen.

Athen's Verfassung und Selbstständigkeit war also der drohen-den Gefahr auf eine unerwartet glückliche Weise entgangen; dieDemokratie blieb seit dieser Zeit unerschüttert bestehen, und derkleine Staat blühte von jetzt an frisch empor. Die Athener wende-ten gleich nach dem Abzug der Spartaner ihre ganze Macht gegendie Böotier und Chalcidier, und schlugen beide Feinde an einemund demselben Tage. Den Chalcidiern nahmen sie einen großenTheil ihres Landes weg, und diese Erwerbung, welche sogleich unterviertausend unbemittelte Bürger vertheilt ward, war für den athen-ischen Staat und sein Kriegswesen im höchsten Grad wichtig, weildie weggenommenen Ländereien Pferdeweiden enthielten, diese aberden Athenern seither ganz gemangelt hatten. Die Böotier wandtensich nach Aegina mn Hülfe. Die Aegineten, von alter Zeit herFeinde der Athener, gingen auf das Gesuch ein, und verwüstetendie Küste von Attika. Die Athener waren dem Kampfe mit Aegina,einer der ersten Seemächte Griechenlands, nicht gewachsen; sie be-schlossen daher, ihre kleine Flotte zu vermehren, kaum hatten sie