Geschichte der alten Welt.
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Tage die Griechen auffordern, ihm ihre Waffen abzuliefern. „Kommund hole sie dir!" war die lakonische Antwort, welche Leonidasihm gab. Als Jemand äußerte, der Perser seien so viele, daß,wenn sie ihre Pfeile abschössen, die Sonne verdunkelt würde, riefeiner der tapfersten Spartaner aus: „Desto besser, dann werdenwir im Schatten fechten!" Auf das vom Perser-König gemachteAnerbieten einer Vergrößerung des spartanischen Landes, im FalleLevnidas sich ihm unterwerfen wolle, erwiderte dieser: „Die Spar-taner pflegen Länder mit dem Schwerte zu erobern, nicht aberdurch Verrätherei zu erkaufen." Leonidas wünschte zwei ihm vor-zugsweise befreundete Spartaner am Leben zu erhalten, und beauf-tragte sie deshalb vor dem letzten Kampfe mit einer Botschaft nachSparta; allein diese verweigerten es mit der Erklärung, daß sienicht nach Thermopplä gekommen wären, um Botendienste zu thun,sondern um zu kämpfen. Einer von den dreihundert Spartanern,welcher als Lote in einen benachbarten Ort geschickt worden warund auf diese Weise am Leben blieb, soll deshalb in Sparta seineEhre verloren und aus Schmerz darüber sich selbst umgebrachthaben. Von zwei anderen Spartanern, welche am Morgen desletzten Tages abwesend waren, wird Folgendes berichtet, was fürwahr zu halten ist, da der Geschichtschreiber Hervdotuö es mit Be-stimmtheit erzählt und ihre Namen nennt. Beide waren in einebenachbarte Stadt gebracht worden, weil eine Augenkrankheit siebefallen hatte. Als sie erfuhren, daß die Perser durch den Verrathdes Ephialtes ihre Landsleute umgangen hätten, ließ der Eine, Eu-rptus, sich in den Engpaß zurückführen, stürzte sich in das Kampf-gewühl und starb den Tod des Helden. Der Andere dagegen,AristodemuS, entfloh nach Sparta, hatte aber hier die größteSchmach zu dulden: niemand sprach mit ihm, und jedermann nannteihn nur den Flüchtling Aristodemus. Ein Jahr später jedoch tilgteer durch tapferen Kampf und durch den Tod auf dem Schlachtfeldseine Schuld und Schmach wieder aus.
Während des Kampfes in den Thermopplen hatte auch dieFlotte der Griechen sich mit den Persern gemessen. Sie lag imNorden von Euböa, bei dem Vorgebirge Artemisium vor Anker,als die persische Flotte nach ihrem Unfall beim Kap Sepias der-selben zum ersten Male ansichtig wurde. Bei der Annäherung der