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Griechen. Dritter Perser-Krieg.
ungeheuren feindlichen Seemacht verlor der Admiral Eurybiadesund ein Theil der übrigen griechischen Anführer den Muth. ImKriegörathe stimmten die meisten Befehlshaber für den Rückzug,und dieser wäre auch beschlossen worden, wenn nicht Themistokles,als er durch seine Vorstellungen nichts dagegen ausrichten konnte,ein wirksameres Mittel angewandt hätte. Die Bewohner von Euböa,deren Küste durch die Abfahrt der griechischen Flotte der Wuth derFeinde preisgegeben worden wäre, hatten ihin insgeheim eineSumme von dreißig Talenten (78,000 fl. oder 43,000 Thlr.)versprochen, wenn er die griechische Flotte vom Rückzug abhielteund zu einer Schlacht veranlaßte. Themistokles, der seine Leutekannte, bestach den Oberanführer Eurybiades und den Befehlshaberder korinthischen Schiffe, den einen mit fünf, den andern mit dreiTalenten, und die griechische Flotte blieb bei Artemisium.
Die persischen Admirale hatten den Beschluß gefaßt, sich nichteher in einen Kampf einzulassen, als bis zweihundert größere Schiffe,welche sie insgeheim abschickten, Euböa umsegelt hätten und denGriechen in den Rücken gekommen wären. Ein auf der persischenFlotte dienender Grieche jedoch, der zu seinen Landsleuten entfloh,verrieth diesen das, was geschehen war, und die Griechen griffenjetzt sogleich die Flotte der Feinde an, welche durch jene Absendungvon zweihundert Schiffen bedeutend vermindert worden war. Ob-gleich der Sieg unentschieden blieb, so nahmen die Griechen dochihren Feinden dreißig Schiffe weg. In der darauf folgenden Nachtlitten die Perser sehr durch einen ausbrechenden starken Gewitter-Sturm, während die Griechen in dem Hafen von Artemisium gegendas Wetter gesichert waren. Was aber noch wichtiger war, ebenderselbe Sturm vernichtete die zweihundert zur Umschiffung Euböa'sabgesandten Fahrzeuge. Drei und fünfzig athenische Schiffe, welcheam nächsten Tage bei Artemisium ankamen, brachten zu gleicher Zeitihren Landsleuten diese willkommene Nachricht, und verstärkten diegriechische Flotte. Gegen Abend gelang es dieser, einen kleinenTheil der persischen Flotte abzuschneiden und in den Grund zubohren. Am folgenden Tage kam es zu einem zweiten Haupt-lreffcn zwischen den beiden Flotten. In diesem ward von beidenSeiten sehr tapfer gestritten; zuletzt wurden zwar die Perser zumRückzug genöthigt, allein die Griechen hatten ihnen keine Schiffe
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