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Elektromagnetismus.
beruhten, so werden nach meinen bisherigen Erfahrungen dieMagnete minder kräftig. Ueber dem schraubenförmigen Draht-gewinde, mit der Axe der Röhre parallel, spanne ich einenDraht von beliebiger geringer Dicke, welchen ich an den En-den der Röhre gleichfalls festbinde, bringe diesen in den all-gemeinen elektrischen Auslader, und lasse einen kräftigen Bat-teriefunken durchgehen , worauf der gerade Draht weggenom-men wird, und die umwundene Glasröhre einen kräftigen Trans-versalmagnet darstellt, dessen linke Seite in Beziehung auf denelektrischen Strom nordpolarisch ist. Der der Länge nach iiber-gespannte Draht ist meistens mit Seide iibersponnen, oder manlegt unter ihn ein seidenes Band, um ihn von dem Stahldraht-gewinde zu isoliren, welches indefs nicht einmal nothwendigist, da ohnehin die Elektricität den kürzesten Weg wählt.
8. Wird der gerade Leitungsdraht der Elektricität einergrofsen Flasche oberhalb der eben beschriebenen Stahldrahtge-winde hingeleitet, so ist die dadurch erzeugte Polarität die ent-gegengesetzte derjenigen, welche er unter demselben hingefiihrterzeugt, einerlei Richtung des elektrischen Stromes vorausge-setzt. Es scheint hieraus zu folgen, dafs ein durch die Mitteeines solchen Gewindes durchgeführter gerader Draht einendoppelten Transversalmagnet mit entgegengesetzter Polarität bil-den müfste, allein es hat mir und andern, so viel ich weifs,bisher nicht gelingen wollen, solche Magnete darzustellen,indem die Drahtgewinde gar keinen, oder nur unmerklichen,und keiner Prüfung fähigen Magnetismus annahmen. Diesesstimmt mit dem oben No. 5 erzählten Resultate überein , wel-ches Davy erhielt, wenn er den Leitungsdraht quer durch dengemeinschaftlichen Schwerpunct zweier parallel mit einanderzusammengebundener Stahlnadeln zog, und diese dann erstdurch den Batteriefunken jede einzeln magnetisirt fand, wennsie von einander getrennt wurden. De la Bohxe will indelsdurch dieses Verfahren Transversalmagnete mit nur zwei einan-der gegenüberstehenden Polen erhalten haben 1 , und die Pola-rität derselben soll nach der Richtung der Windungen des Stahl-drahtes verschieden gewesen seyn. Letzteres widerstreitet in-defs der Natur der Sache, indem die erzeugte Polarität blofsvon dem Leitungsdrahte der Elektricität, auf keine Weise aber
1 G. LXXJt 17.