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Elektromagnetismus.
trischen Leiter genähert oder von ihm zuriickgestofsen. DieWirbelbewegung kann daher dem erregten Magnetismus keines-wegs durch die Elektricität mitgetheilt werden, sondern siemüfste in ihm selbst zu suchen seyn, zu welcher Annahme aberwieder kein Grund in dem Verhalten desselben bei gemeinenMagneten zu suchen ist, indem diese vielmehr sich wechselsei-tig gleichfalls in geradliniger Richtung anziehen und abstofsen.Ueberlegt man aber weiter, dafs die elektromagnetischen Wir-kungen eines in die vollkommensten Isolatoren eingeschlossenenVerbindungsdrahtes durchaus unverändert bleiben, so würdehieraus folgen, dafs die magnetischen Wirbel erst aufserhalbder isolirenden Zwischenmittel anfangen müi’sten, Wonach dasWillkührliche einer solchen Hypothese noch mehr in die Augenfällt 1 .
2. Die Theorie ist in sich nicht consequent und kaumvorstellbar. Da die Elektricität die angenommene rotirendeBewegung erweislich nicht hat, so müfste man es als eine indi-viduelle Wirkung derselben ansehen, dafs sie dem Magnetismusdiese Umkreisung mittheilte, und hiergegen wäre nichts einzu-wenden, wenn man eine solche als durch das Verhalten derMagnetnadel factisch erwiesen ansehen wollte. Ist aber der Lei-
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ter in einen vollkommenen elektrischen Isolator eingeschlossen,durch welchen die Elektricität nicht dringt, so ist nicht abzu-sehen , wie dann, aufserhalb des isolirt abgeschlossenen elek-trischen Leiters, noch beide Magnetismen in entgegengesetzterRichtung umkreisen, und stets von einander getrennt die ihneneigenthümliche Anziehung und Abstofsung gegen jeden genä-herten Pol, nur nicht gegen sich selbst ausüben sollten, in-dem sie im letzteren Falle sich zur Indifferenz neutralisiren miils-ten. Hier tritt also der Fall ein, dafs man ihnen eine bekanntewesentliche Wirksamkeit zugleich beilegen und auch absprechenmüfste. Unfafsbar wird aber die Vorstellung solcher Wirbel,wenn man die Geschwindigkeit berücksichtigt, welche die äu-fsersten Theile derselben erhalten müfsten. Nach Boeckmann(III. B. 15.) wirkt ein elektrischer Funken aus einer Flasche vonmittlerer Grcilse bis auf 4 F. Entfernung noch so stark auf eineStahlnadel, dafs diese Spuren des erregten Magnetismus zeigt,und nach Seebecok. (III. A. 9-) übt der Verbindungsdraht unge-
1 Vergl. Pfaff der Elektromagnetismus u. s. w. S. 216.