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Elektromagnetismus.
ner Magnet als blofser Stab, als Inclinationsnadel, Declinations-nadel und sogar als astatische Nadel zeigt, durch den galvani-*sehen Leitungsdraht gleichfalls darstellen lassen. Dieses hatallerdings etwas überraschendes, und die Bemühung, alle dieseverschiedenen Formen künstlich darzustellen, veranlafste dieErfindung der verschiedenen interessanten Apparate, welchegröfstentheils oben beschrieben sind. Genau genommen besagtdieses indefs nichts anders als die ohnehin anerkannte, aller-dings höchst wichtige Thatsache, dafs im elektrischen Leitungs-drahte ganz eigentlicher Magnetismus hervorgerufen werde, undman also durch zweckmäl’sige Benutzung seiner Polaritäten dieStahlmagnete künstlich nachzubilden vermöge. Eben hiernachmul’s sich indefs dem unbefangenen Forscher nothwendig dieBemerkung aufdringen, dals es beim gemeinen Magnete derelektrischen Strömungen nicht bedarf, um den Magnetismushervorzurufen, welcher vielmehr bleibend in demselben enthal-ten ist, und dafs diesemnach zwar in beiden die nämliche Po-tenz wirksam ist, jedoch durch ganz verschiedene Bedingungenin ihnen hervorgerufen wird, und sich auf zwei nicht ganz un-wesentlich abweichende Arten äufsert.
Dafs ein von einem kräftigen galvanischen Strome durch-strömter Leiter Eisenfeilicht anzieht, ist allerdings schwierig zuerklären, wenn man berücksichtigt, dals eben derselbe denPol einer Nadel nicht sowohl anzieht oder zurückstöfst, sondernzum Umkreisen sollicitirt. Amtkke erklärt indefs dieses Phä-nomen in Gemäfsheit seiner Theorie und insbesondere mitRücksicht auf den oben (F) angeführten Versuch , wonach einelektrischer Strom in einem mit ihm parallelen Leiter gleichfallsden Magnetismus hervorruft, auf folgende Weise. Er nimmtan, dafs entweder in jedem Eisentheilchen die elektrischenStrömungen schon präexistiren, oder nach allen Seiten gerich-tet sind, und sich daher neutralisiren, bis sie 'durch die elek-trischen Strömungen eines andern Magnetes erst eine bestimmteRichtung erhalten; oder dafs keine in demselben vorhandensind, sondern durch einen genäherten Magnet erst hervorgeru-fen werden. Welche von diesen beiden Ansichten die richtigesey, darüber wagt er bei unserer Unkenntnifs vom eigentlichenWesen der Elektricität nicht zu entscheiden. Hierbei dringtsich indefs abermals die Frage auf, warum die in einem Magnetevorhandenen elektrischen Ströme nicht ganz gleiche elektrische