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Dritter Band. E.
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Elektromagnetismus.

linien anzutreffen seyen, wie' am künstlichen Transversalma-gnete , und dafs das Eisenfeilicht sich rund um den ersteren an-lege , an letzterem aber nur in den Richtungslinien der beidenPole festhänge 1 . Allein beide Argumente sind ungenügend.Beim elektrischen Leiter berühren sich beide entgegengesetztePole in seiner Axe, beim künstlichen Transversalmagnete da-gegen befinden sie sich in mefsbarer Entfernung von derselben,jener kann daher keine Indifferenzlinien zeigen, wie dieser, unddas Eisenfeilicht mufs sich daher auf seiner ganzen Oberflächeanlegen. Der elektromagnetische Draht nämlich, woran diesesletztere Phänomen beobachtet wird, ist entweder dünn oderdick. Im ersten Falle liegen die beiden Pole einander so nahe,dafs keine Stelle von demselben unbedeckt bleiben kann, imzweiten Falle aber wird überhaupt kein Anhängen des Eisen-feilicht beobachtet werden, wenn der erregte Magnetismus nichtbedeutend stark ist, und dann kann gleichfalls keine Stelle un-bedeckt bleiben. Schwerlich w T ird dieses Phänomen nämlichschon an dickeren Drähten, als solchen beobachtet seyn , wel-che zwei Lin. im Durchmesser hatten, und diese sind noch im-mer zu dünn, als dafs bei der Anziehung von zwei magnetisch-polaren Linien eine Stelle unbedeckt bleiben sollte. Es scheintmir in dieser Erscheinung vielmehr ein Beweis für die Theorieder transversal polaren Linien zu liegen; denn wenn man zweiMagnetstäbe mit ihren freundschaftlichen Polen neben einanderlegt, und auf ihre Vereinigungslinie Eisenfeilicht streuet, siedann 0,5 bis y 1 Lin. von einander entfernt, so bietet das Eisen-feilicht gerade solche streifige Gestalten dar, als ein stark ma-gnetischer Leitungsdraht sie zeigt. Es wäre allerdings der Mühewerth, mit Hülfe der riesenmäfsig grolsen Apparate, welchemanchen Instituten zu Gebote stehen, diese Versuche in einemgröfseren Mafsstabe zu wiederholen, weil hierdurch vielleichtdie endliche Entscheidung der Streitfrage herbeigeführt werdenkönnte. Ich selbst habe zu diesem Ende eine Glasröhre von 1 Z.Durchmesser mit Stanniol so überklebt, dafs die Finden dessel-ben etwas mehr als einen Zoll über die Enden der Glasröhrehinausragten. In die Glasröhre waren an beiden Seiten durch-bohrte Körke gesteckt, in diese die Enden von zwei 1,5 Lin.im Durchmesser haltenden Messingdrähten, um welche die Rän-

t Pr aff : der Elektromagnetismus , u, s. w. p. 278,