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Dritter Band. E.
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tj‘28 Elektromagnetismus.

einer horizontalen Ebene um ihn bewegliche Nadel zweiMaximaund zwei Nullpuncte der sie bewegenden Kraft finden, erstereda, wo ihre verlängerte Axe auf die Ebene beider Linien senk-recht gerichtet ist, letztere da, wo sie mit derselben zusam-menfällt. Rücksichtlich der ersteren mufs die Abweichung dergenäherten Magnetnadelspitze auf beiden Seiten des elektrischenLeiters entgegengesetzt seyn , was der Erfahrung widerstreitet-,in Beziehung auf die Indillerenzpuncte könnte man allerdingssagen, dafs diese geometrischen Puncte in der Wirklichkeitdurch die physische Nadelspitze nicht eingenommen werdenkönnten. Allein es wäre doch in der Tliat auffallend, wenndieselben bei allen zahlreichen Versuchen niemals zum Vor-schein gekommen seyn sollten, und auf allen Fall bliebe dieüberall im ganzen Umfange des lothrechten Leiters ganz 'glei-che Ablenkung der Nadelspitze durchaus unerklärlich.

3. Das Verhalten zweier elektromagnetischer Leitungs-drähte gegen einander stimmt mit der Annahme des bipolarenTrarisversalmagnetismus nicht überein. Wenn nämlich zweisolche Drähte bei gleichgerichteter Strömung über einander lie-gen , so müfsten sie sich in verlicaler Richtung abstofsen , stattdafs sie in ^parallelen horizontalen Ebenen sich einander zu nä-hern suchen und dann in t ’erticaler Richtung angezogen wer-den. Bei ungleicher Richtung der Strömungen müfsten sie sich

' dagegen in verticaler Richtung anziehen, statt dafs sie in die-ser abgestofsen werden, und sich in parallelen horizontalenEbenen von einander zu entfernen streben. Für die horizon-tale Lage beider neben einander stimmt die Hypothese mehrmit der Erfahrung überein.

4. Genau genommen läfst diese Hypothese das Verhaltender spiralförmig gewundenen Scheibe unerklärt. Wäre näm-lich jeder Draht ein bipolarer Transversalmagnet, so müfstediese Scheibe einen bipolaren Cylinder von nördlichem und süd-lichem Magnetismus bilden, dessen Stärke an jeder Stelle einesQuerschnittes desselben völlig gleich wäre, statt dafs die Mittebeider Seiten die gröfste Intensität der magnetischen Kraft zeigt.

5- Endlich beantwortet diese Hypothese auch die Frage tnicht genügend und mindestens nicht direct, warum der elek-trische Leitungsdraht blofs über oder unter den schraubenför-mig gewundenen Stahldrähten hingeführt diese letzteren bipo-lar magnetisch macht, und nicht auch daun, wenn er mitten