Tetrapolarer Trans versal in.
durch die Axe eines solchen Cylinders geleitet wird, welches,so viel ich weifs, noch niemanden gelungen ist. Ich selbsthabe, aulser manchen Versuchen mit engeren Windungen, eine/ Glasröhre von einem Zoll im Durchmesser mit Stahldraht um-wunden , vermittelst zweier durchbohrter Körke in den Endenderselben eine engere Glasröhre in dieselbe geschoben, und indieser einen Kupferdraht in der Axe der ersteren ausgespannt,durch welche 5 Batteriefunken geleitet wurden, deren jedereinen 1,5 F. langen stählernen Clavierdraht von No. 12 zuschmelzen vermochte, ohne dafs dadurch Magnetismus im Stahl-drahte erzeugt wurde. Wäre aber der elektrische Leitungsdrahtselbst ein Transver$almaguet, so müfste er auf diese Weise ebenso gut; Transversalmagnetismus erzeugen, als wenn er über oderunter den Stahldrahtwindungen liingeführt wird, und eigentlichnoch wohl stärker.
2. Theorie des tetrapolaren Transversa 1-magnetismu s.
Berzelius 1 äufserte zuerst beiläufig, der elektrische Stromscheine ihm in einem schmalen Streifen Stanniol an jeder Seitedesselben zwei über einander liegende ungleiche magnetischePole zu erzeugen, und auch H. Davy 1 2 hegte anfänglich dieseMeinung. Nicht sowohl hierdurch bewogen, als vielmehr durchdie Beobachtung des oben (111. C. 2.) beschriebenen bewegli-chen Apparates, bei welchem unter andern der lotlirecht herab-gehende elektrische Leiter durch einen, in einer horizontalenEbene von der einen Seite genäherten Magnetpol angezogen,von der andern abgestofsen wird, und wobei die gegeniiberste-hende Seite des elektrischen Leiters sich gerade entgegengesetztverhält, wurde v. Althaus 3 veranlafst, in die Peripherie deselektromagnetischen Leiters vier polare Tuncte zu setzen, undzwar zwei nordpolare einander diametral gegenüber dahin, woder Draht Abstofsung gegen den Nordpol des Magnetes zeigte,und zwei südpolare gleichfalls einander diametral gegenüber da-hin, wo der Südpol zurückgestofsen wurde. Von Althaus,