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Erde.
Ferro verschieden angegeben, und wenn Paris 20° östlich vomersten Meridiane liegen sollte, so würde dieser nicht auf dieInsel Ferro selbst, sondern westlich zwischen diese und die In-sel Gomera in die See fallen *. Man nimmt indefs bei einigethierüber noch obwaltenden Ungewifsheit im Mittel an, dafs Pa-ris 20° östlich vom ersten Meridiane liege.
Einige Portugiesische Charten setzen den ersten Meridianauf die azorische Insel Terzera , weil daselbst zu jener Zeit diemagnetische Linie ohne Abweichung war 1 2 , und deren Lage 9°32' 42” westlich von Ferro angegeben wird. Auf manchen äl-teren holländischen Charten geht derselbe durch die Insel dellFuego oder St. Philipp beim grünen Vorgebirge. Mercatorwählte hierzu die azorische Insel Corvo , weil seinerZeit diemagnetische Linie ohne Abweichung auf dieselbe fiel. In denneuesten Zeiten ist es am gebräuchlichsten, den Meridian vonFerro beizubehalten, aber so dafs Paris 20° östlich von demsel-ben angenommen wird, oder der erste Meridian wird durch diePariser Sternwarte gelegt. Letzteres findet man auf den neue-sten französischen und auf verschiedenen deutschen und italie-nischen Charten , die englischen dagegen haben den Meridianvon Greenwich 2° 20' 15” westlich von Paris als ersten Meridian,auch rechnen die Engländer zuweilen die Länge von London an. Sonst dienen auch die Meridiane berühmter Sternwarten,z. 15 . Kopenhagen , Göllingen, Berlin , Mailand u. a. m. alsftormalpuncte dieser Bestimmung. '
Man hat vielfach und mit vollem Rechte bedauert, dpfs sichin diese Bestimmung ein solcher Mangel an Einheit eingeschli-chen hat, und es wäre sehr zu wünschen, dafs La Place’sVorschläge allgemein beachtet und befolgt würden 3 , sowenigauch Nationalstolz und eine etwas gröfsere Bequemlichkeit derBerechnung und Orientirung für die Seefahrer dieses hoffen läfst.Zwei I’uncta hat dieser hierzu vorgesclrlagen , wovon der eine
1 Monatl. Corr. XVI. 58.
2 Vergl. Abweichung, magnetische.
S Syst, du Moude a. a. O. „II est ä dcsirer, que tous les peu-ples de l’Europe, au lieu de rapporter au märidien de leur premierobservatoire, les longitudes gäographiqiies, s’accordent ä les compterd u 11 mime meridien donnd par la nature elle-mäme, pour le retrou-vcr suroment dana tous lea tcmps.