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Abp lattun g.
IVutätion aus dem Stande des Mondes folgen, v. Lindem u 1findet hiernach aus 800 vollständigen Beobachtungen des Polar-
sternes die Abplattung = -
welches man bei derSchwie-
315,82 *
rigkeit des ganzen Problemes als ein hinlänglich genähertes Re-sultat ansehen kann. Aber auch die Parallaxe des Mondes mufsnach seinem verschiedenen Stande Unterschiede zeigen, wenndie Erde nicht völlig kugelförmig ist, und hieraus müssen Un-gleichheiten sowohl in seiner Länge als auch in seiner Breitehervorgehen. La Place, welcher die Ursache dieser Un-gleichheiten zuerst auffand 2 , berechnete aus den genauen
1
Beobachtungen von Bürg die Gröfse der Abplattung =
305,5
und
1
. , welche genaue Uebereinstimmung bei der Feinheit
OU"T)ö
der astronomischen Werkzeuge und Messungen allerdings gro-fses Zutrauen verdient 3 . Nach der letzten Revision der beidenUngleichheiten in der Länge und Breite des Mondes, wobeiviele Tausende von Beobachtungen von BÜRG, Bouvard undBuhckhardt beuutzt sind, findet La Place 4 die Abplattung1
der Erde :
299,1
wodurch sich also auch dieser Werth dem
durch Sabine gefundenen mehr nähert, aus den drei Mittelnder Messung aber, nämlich aus Pendelschwingungen, Grad-
1
messungen und Mondsgleichungen ist sie nach ihm =--.
° ° ° 300,7’
wobei aus der geodätischen Operation in Frankreich für sich al-
1
lein
308,6
hervorgeht.
F. Schlufsbemerkungen.
Ueberblicken wir jetzt nochmals die sämmtlichen Resultate,
1 Astron. Jahrb, 1820. p. 212. Le Gendbb in Mem. de l’Acad,
1789. p. 424 fand aus astronomischen Messungen 5 ^.
318
2 Mem. de l’Ac. 1783. Vergl. La Lande ebend. 1785. Le Gek-dbb ebend. 1789. p. 424. La Place Syst, dn Monde II. 89.
3 La Place Mdc. Cdl. T. IU. p. 282. Vergl. BohheksebgebAstrcn, p. 590 u. a,
4 Mec. Cdl. T. V. p. 13 nnd 43.