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Erde,
folgt, dafs die jährlichen Veränderungen selbst in dieser gerin-gen Tiefe schon eine Modification erleiden,
C. Temperatur der Erdoberfläche.
Die Temperatur der Erdoberfläche fällt mit der Wärme deräufseren, die Erde zunächst berührenden, Luftschicht nahezusammen, steigt und fällt mit dieser, wechselt mit den Tags-und Jahres - Zeiten, und wird in der Regel nicht selbst gemes-sen , sondern aus Beobachtungen der im Schatten aufgehan-genen Thermometer bestimmt. Um aber Von diesen weitläuf-igen Untersuchungen dasjenige zu scheiden , was nicht un-mittelbar zur Sache gehört, also die Wärme der Erdrinde nichtunmittelbar betrifft, bemerkeich, dafs die Regeln und Metho-den, die sogenannte mittlere Temperatur der Tage und Jahre,die Maxim a Und Minima, die Bedingungen des Wechsels grö-fserer und geringerer Hitze itnd Kälte, die Extreme beider sammtden verschiedenen bedingenden Ursachen hiervon und alles da-hin Gehörige unter dem Artikel 7'emperalur abgehandelt Wer-den wird. Was also hier als Temperatur der Erdoberfläche zurUntersuchung kommt, ist im Wesentlichen Folgendes.
1. Da die Temperatur der Erdoberfläche im Allgemeinenvon der Einwirkung der Sonnenstrahlen abhängt, so ist dieWärme der Erdrinde in der Regel bedeutend gröfser, als dieder darauf ruhenden Luftschicht, weil in dem dichteren Kör-per weit mehr Wärme entbunden wird, als in der dünnerehLuft. Hieraus erklärt sich die oft brennende Hitze in den Wü-sten , insbesondere wenn sie mit tiefem Sande bedeckt sind, uhdder Feuchtigkeit ermangeln *. Ohne die directe Einwirkungder Sonnenstrahlen ist der Unterschied minder bedeutend, undim Ganzen darf man beiden , sowohl der Erdoberfläche als auchder sie berührenden Luftschicht die nämliche mittlere Tem-peratur beilegen. Wahlesbehg 2 stellt die Regel auf, dafs diemittlere Temperatur der Luft unter 4G 3 N. B. mit der mittlerendes Bodens zusammen fällt, von hieran aber nach Norden hinschneller, nach Süden langsamer abnimmt, allein dieses palstzwar wohl auf Norwegen und Schweden , keineswegs aber all-gemein , wie die folgenden Untersuchungen zeigen.
1 Vergl. Temperaturt
2 l)e vegetatioue -et climate in Helvetia p. LXXXIV.