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Dritter Band. E.
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Erde.

genommen würden. Diese Wärmequelle scheint ihm nothwen-dig, weil sonst, wenn die Erde sich in einem absolut kaltenRaume befän^p, die Kälte an den Polen ungeheuer, und die Zii-nähme derselben vom Aequator an viel stärker seyn würde, auchdie Nacht eine völlige Erstarrung herbeiführen miifste, wenn alleWärme Von den'Sonnenstrahlen herrührte. Diese Temperatur desRaumes soll seinen Berechnungen nach derjenigen gleichen, welchean den Polen herrscht, und aus den Strahlungen aller Himmels-körper und der im Raume vorhandenen Materie entstehen, des-wegen auch nicht überall gleich seyn, wohl aber in unsermPlanetenraume, und diesemnach an den Polen aller Planetendieselbe.

Die grofse Autorität, welche Fourier durch seine Arbei-ten über die Wärmelehre gerade in diesem Zweige der Physikerlangt hat, erfordert die Mittheilung seiner Ansichten. Läfstman sich indefs durch jenes, anderweitig wohlbegründete, An-sehen nicht blenden, so ergiebt sich bald, dafs der ganze dar-gelegte Satz mit anerkannten Wahrheiten im Widerspruchesteht. Hierhin rechne ich weniger die durch Gay -Lüssac 1aus seinen bekannten Versuchen abstrahirte Folgerung, wonachim Torricelli ’schen Vacuo gar keine Wärme vorhanden seyn soll,um so viel weniger also in der -weit vollkommenem -und vollaller wägbaren Materie ungleich weiter getrenntenLeere des pla-netarischen Raumes existiren könnte, als vielmehr die Gründe,worauf der Beweis einer solchen Wärme des Raumes gegründetwird. Wenn man nämlich berücksichtigt, dafs die Zeiträume,während welcher die Sonnenstrahlen auf die Pole fallen, derSumme der Tageslängen unter dem Aequator gleich ist, dafsunzählige Luftströmungen die Atmosphäre stets durch einandermischen, und nach Fourier selbst die erhitzten Luftschichtenunter dem Aequator stets aufsteigen, um oberhalb nach den Po-len hin wieder abzuflielsen, dafs endlich auch die Meeresströ-mungen eine Menge von dem unter dem Aequator erwärmtenW asser den Polen zuführen müssen, so scheint nach allen die-sen Gründen vielmehr die hohe Kälte der Pole einer genügen-den Erklärung zu bedürfen. Dafs aber die Temperatur an denPolen einem Wechsel des Sommers und Winters unterliege,mitliin keine constante Grüfse sey, aufserdem aber von der auf

1 Ann. rh. ct Pb. XTIl. SOL