Band 
[Fünfzehnter Band.]
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England. Jakob II. und Wilhelm III. 88Z

vermeiden wollte, als wenn er England zu erobern, nicht blos zubefreien gedenke, so erklärte er, er bringe diese Truppen „nur zurSicherheit seiner Person" mit. Er rechnete übrigens, wie die ein-geschifften ungeheueren Kriegsvorräthe zeigten, auf bedeutende Verstär-kungen. Ihn begleiteten außer dem Marschall Schomberg die ausge-zeichnetstenGenerale,Ginkel,der Graf von Nassau, der Grafvon Solms,und die vorzüglichsten Officiere des holländischen Heeres, sowie der Grafvon Macclesfield, Burnet (welchen Wilhelm nachher zum Bischof vonSalisbury ernannte), Peyton, Wildman und Ferguson. Es folgtenihm auch achthundert französische Reformirte und alle die Englän-der, die sich in den letzten Zeiten nach Holland geflüchtet hatten. Zuden Letzteren gehörten unter Anderen der Graf von Shrewsburp,welcher vierzigtausend Pfund Sterling auf seine Güter geborgthatte und diese nebst seinen persönlichen Diensten dem Prinzen dar-brachte, Lord Wiltshire und sein Bruder, Söhne des Marquis vonWinchester, Lord Eland, ein Sohn des Marquis von Halifax, LordDunblain, Sohn des Grafen Danby, die Lords Mordaunt undLorn und die beiden Admirale Herbert und Ruffel." Die Eng-länder, welche den Prinzen Wilhelm begleiteten, hatten insgesammtgroßen Einfluß im Lande, und waren bereit Alles zu wagen, umdie von Jakob bedrohte Verfassung zu erhalten.

Das Wetter begünstigte anfangs Wilhelm's Unternehmen nicht.Die Flotte sollte nämlich schon am 26. September 1688 auslaufen,ward aber durch widrige Winde und durch einen mehr als gewöhn-lichen heftigen Herbststurm einige Wochen lang in Helvoetslupszurückgehalten. Endlich ging sie, nachdem der Prinz am 15. Oktobervon den Generalstaaten, die ihm ihre Flotte und ihr Heer zu seinempersönlichen Gebrauche anvertrauten, feierlich Abschied genommenhatte, am 19. Oktober zwar in See; allein ein neuer Sturm zer-streute und beschädigte die Schiffe so sehr, daß der Prinz wiederumkehren mußte. Erst mit dem Beginne des Novembers war anein neues Auslaufen zu denken. Die Flotte segelte daher am 1.dieses Monats ab, und landete am 7. November an der englischenKüste bei Torlay. Der Graf Dartmouth, welcher Jäkob'sFlotte commandirte, hatte die der Holländer an sich vorbeisegelnlassen, entweder weil derselbe Wind, welcher dieser günstig war,ihn vierundzwanzig Stunden lang im Hafen zurückhielt, oder auch