Band 
[Fünfzehnter Band.]
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England. Jakob II. und Wilhelm III-

anzufangen sein werde. Jetzt entschloß er sich, damit er nicht demihm verhaßten Schwiegersöhne in die Hände falle, zur Flucht aufsFestland, wo er unter Ludwig's Schutz bessere Zeiten abwartenwollte. Er hätte keinen für Wilhelm erwünschteren Entschluß fassenkönnen; denn dieser wäre in große Verlegenheit gebracht worden,wenn Jakob in London geblieben wäre und dadurch die Anwendungvon Gewalt nöthig gemacht hätte. Die Königin war mit ihremkleinen Sohne schon am 6. December zu Schiffe entflohen. Am 11.folgte ihr Jakob. Er wurde jedoch, zum großen Vcrdrusse Wil-helm's, welcher auf London los marschirte, in Feversham fest-gehalten.

In London hatte sich, als Jakob entflohen war, eine Regierungvon dreißig der von ihm einberufenen vierzig Pairs gebildet, undAlles blieb im alten Geleise, außer daß die Katholiken Mishand-lungen zu erdulden hatten. An jene Behörde wandte sich Jakob, alser in Feversham verhaftet worden war, während zu derselben Zeitsein Schwiegersohn von allen Seiten her Adressen und Glückwünscheerhielt. Die regierenden Herren in London antworteten dem Könige,daß es ihm frei stehe, entweder weiter zu reisen, oder nach Londonzurück zu kehren. Jakob entschied sich zu aller Welt Erstaunen fürdas Letztere. Er war kaum in London angekommen, als Wilhelm,welcher nicht mit englischen Truppen, sondern mit seinen holländi-schen Garden nach London zog, ihn, ohne gerade dirccten Auftragdeshalb zu geben, benachrichtigen ließ, daß er ihn ungern in Londonverweilen sehe. Auf diesen Wink hin verließ Jakob die Stadt wie-der und ging, während sich alles für Wilhelm aussprach, zuerstnach Röthester, hielt sich dann noch einige Tage an anderen Ortenauf, und fuhr hierauf schon am 23. December nach Frankreich hin-über, wo Ludwig XIV. ihn als regierenden Herrn empfing und bisan seinen Tod gastfreundlich und großmüthig behandelte. Jakobwar auf der Flucht von seinem Sohne, dem Herzog von Ber-wick, begleitet, welcher nachher im französischen Heere Dienst nahm,und mit Recht den großen französischen Generalen der Zeit Lud-wig's XIV. beigezählt wird (s. Th. XVII., S. 18—23 und 31).

Als Jakob auf die angegebene Weise dahin gebracht wordenwar, das Land freiwillig zu verlassen, richteten die Leute, welcheseit einem Jahre mit seinem Schwiegersöhne in Verbindung gewesen