Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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Frankreich, Rußland und Preußen. Krieg von 1807. 1ZZ

nister von Zastrow, von Voß und von Schröter oder Har-denberg, den Minister von Schladen, den General Rüchel,die Königin und andere Patrioten oder den Minister B eyme, wel-cher damals zur Partei der Letzteren übertrat, angehört hatte.

Im April trat endlich eine Wendung zum Besseren ein. Amzweiten Tage dieses Monats erschien nämlich der russische Kaiser inMemel, und bewirkte in Verbindung mit dem englischen GesandtenHutchinson, daß Hardenberg den Haupteinfluß erhielt. Dieserwurde auch anstatt Zastrow's mitgenommen, als Friedrich Wilhelmden Kaiser bis an die russische Grenze begleitete, und brachte seinenKönig endlich dahin, daß er durch einen Vertrag, welcher am 26.April zu Bartenstein geschlossen ward, sich noch enger mit Ruß-land verband. Hardenberg gesellte sich, als er die Leitung der aus-wärtigen Angelegenheiten wieder übernahm, tüchtige und ehrlich ge-sinnte Männer, wie Altenstein, Niebuhr, Schön und Steg-mann, zu. Zu gleicher Zeit begannen zwei ebenso wackere Gene-rale, Scharnhorst und Gneisenau, die Laufbahn, welche fürdie neu zu bildende preußische Armee später so heilbringend gewor-den ist. Außerdem wollte ein glücklicher Zufall, daß im JanuarMarschall Victor in Pommern gefangen genommen und danngegen Blücher ausgetauscht worden war. Der Letztere wurdealsbald dazu ausersehen, sünfzehntausend Preußen nach Pommernzu führen, um sich dort nach einem Übereinkommen, welches mitden Engländern getroffen worden war, an ein englisches Heer vonfünfundzwanzigtausend Mann, sowie an die Schweden anzuschließen,und dann die Franzosen von der Seite und vom Rücken her anzu-greifen, während Bennigsen mit dem Hauptheere von vorn her ge-gen sie ziehe. Unglücklicher Weise verzögerten jedoch die Engländerdie Absendung ihrer Truppen, bis es zu spät war, weil sie demKönig Gustav IV., mit welchem nichts anzufangen war, auf seinVerlangen den Oberbefehl hatten zugestehen müssen.

Im Anfange des Juni 1807 ward der Feldzug damit eröffnet,daß Bennigsen, welcher mittlerweile bedeutende Verstärkungen ansich gezogen hatte, gegen die Passarge hin vorrückte. Dieser Feld-herr war jedoch einem Napoleon auch nicht entfernt gewachsen.Überdies vermochte er nicht, aus seinem eigenen Heere jenen Man-gel an Zucht und Ordnung zu verbannen, welcher zugleich mit