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Frankreich und Schweden im Jahre 1807.
dem Marschall Brüne schon längst die Weisung gegeben, nicht mitdem schwedischen Könige, den er öffentlich für einen Narren erklärte,sondern blos mit dessen Generalen zu unterhandeln. Als daherGustav, welcher nach Rügen übergesetzt war, am 26. August umeinen Waffenstillstand bat, ward ihm dieser abgeschlagen. Er schienhierauf gesonnen, auch auf Rügen die Soldaten seinem Eigensinnezu opfern, sah sich aber durch das Murren derselben bald veranlaßt,für seine Person nach Schweden zurückzukehren. Hierauf wurde am9. September zwischen Brüne und dem schwedischen Befehlshabervon Toll eine Übereinkunft geschlossen, in Folge deren die Truppendes Letzteren sich nach Schweden einschifften. Diese Übereinkunftward, weil Napoleon und Gustav einander nicht als Herrscher an-erkannt hatten, in der Weise abgeschlossen, daß Toll sich den Be-fehlshaber der schwedischen Truppen und Brüne sich ebenfalls mitWeglassung des Namens seines Regenten den Anführer der Armeedes Kaisers der Franzosen nannte. Napoleon ward darüber gegenBrüne erbittert, dem er ohnedies grollte, weil Brüne nach dem Be-richte, welchen die Schweden über seine Unterhaltung mit Gustavveröffentlichten, sich zwar über Napoleons Person sehr rühmend,über sein Kaiserthum und dessen Bestand aber zweifelhaft ausgespro-chen hatte. Dazu kam noch, daß Brüne, welcher damals zugleichGouverneur der Hanse-Städte war, ebenso wie der französische Mi-nister in Hamburg, Bourienne, zur Bereicherung seiner Privat-kasse einer Anzahl Kaufleuten den Schmuggelhandel gestattet hatte.Napoleon bestrafte ihn mit dem Verluste seines Kommando's undseiner Statthalterschaft.
Mittlerweile hatten die Engländer einen in der Geschichte dercivilisirten Welt unerhörten Raubzug gegen Dänemark gemacht.Dieses Reich war unter der weisen Leitung des Kronprinzen Fried-rich VI., der im Namen seines unglücklichen Vaters regierte, unddes Grafen Peter von Bernstorf (s.TH.XVI., S.387-389),welchem, nachdem er 1797 gestorben war, 1800 sein Sohn Christianals Minister des Auswärtigen nachfolgte, vom Anfange der Revo-lution an zugleich mit Frankreich und mit England im Frieden ge-blieben. Als sich jedoch Rußland an das französische System an-schloß, fürchteten die englischen Minister nicht ohne Grund, daßDänemark werde genöthigt werden, seine Flotte gegen SchwedenSchloffer's Weltgeschichte f. d. d. V. xvm. t o