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Geschichte der neueren Zeit.
nichts Anderes, als ein dem Kaiser vMMaltenes Waaren-Monopol.Dieser machte aber noch dazu von einen Gebrauch, durch
welchen sie noch weit drückender wurden, als sie an und für sichwaren. Er trieb nämlich mit den Licenzen ebenso, wie mit denconfiscirten oder für seine Rechnung angekauften Waaren, einenförmlichen Handel. Außerdem verschenkte er Licenzen an Gliederseiner Familie oder an Begünstigte seines Hofes, denen er dieMittel zu fürstlichem Aufwande verschaffen wollte. Einzelne Bevor-zugte erlangten also damals ebenso durch den Handel mit Licenzengroßen Reichthum, wie in unseren Tagen durch den Verkauf neuerAktien für Eisenbahnen, Banken und Credits mobiliers. Alles diesgeschah auf Kosten der Völker Europa's; denn Napoleon zwangalle verbündeten Regierungen, seine Handelsgesetzgebung einzuführenoder mit anderen Worten ihre Unterthanen zum Besten Frankreichszu brandschatzen und sich willkürliche Eingriffe in das Privat-Eigen-thum zu erlauben. Die Fürsten wurden dadurch mit ihren Unter-thanen entzweit; und dies hatte dann die ganz natürliche Folge, daßzu derselben Zeit, als es überall unter den Völkern gährte, auchdie Regierungen erbittert und dem französischen Kaiser entfremdetwurden.
In Betreff der Veränderungen, welche während der Jahre 1810bis 1812 in den Verhältnissen der Continental-Staaten zu Frankreicheintraten, wenden wir unsere Blicke zuerst auf Schweden. Indiesem Reiche herrschte seit der Entthronung Gustav's IV. dem Na-men nach dessen Oheim Karl XIII. (s. S. 151). Da derselbekeine Kinder hatte, so war im August 1809 Prinz ChristianAugust von Holstein - Augustenburg dürch die Stände zum Kron-prinzen erwählt worden. Einen Monat später hatten sich die Schwe-den mit Rußland, sowie im December 1809 mit Dänemark übereinen Frieden verständigt. Der Vertrag mit dem letzteren Reicheenthielt keine für Schweden lästige Bedingung. Dagegen hatte ganzFinnland an Rußland abgetreten werden müssen, so daß das schwe-dische Reich nur noch dritthalb Millionen Einwohner enthielt. MitFrankreich brachten die Schweden erst im Januar 1810 einen Frie-den zu Stande. Dieser verschaffte ihnen zwar das von Napoleonbesetzt gehaltene schwedische Pommern und die Insel Rügen wieder;sie mußten sich aber dafür das System der Handelssperre aufdringen