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Geschichte der ueuereu Zeit.
Kampf war hartnäckig und blutig, obgleich auf beiden Seiten meistensjunge Truppen fochten. Die Verbündeten mußten zuletzt das Schlacht-feld räumen, nachdem der gewöhnlichen Angabe zufolge fünfzehntau-send Franzosen, zweitausend Nüssen und zehntausend Preußen kampf-unfähig geworden waren. Auf Seiten der Letzteren war Prinz- Leopold von Hessen-Homburg getödtet, Blücher leicht,Scharnhorft tödtlich verwundet worden. Napoleon dagegen hatteschon am Tage vor der Schlacht seinen alten Kriegsgefährten Bes-sieres durch einen Schuß verloren. Der französische Kaiser hatteseinen Hauptzweck erreicht: er konnte einen Sieg verkündigen, wenner auch in seinem Bülletin weder Gefangene, noch eroberte Geschützeaufzuzählen hatte. Dagegen konnte er aber eines Theiles aus Mangelan Cavallerie die geschlagenen Feinde, die sich bis über die Elbezurückzogen, nicht verfolgen, und anderes Theiles hatte er beiGroß-Görschen die Erfahrung machen müssen, daß er fortan nichtmehr mit Miethlingen, sondern mit National-Heeren zu kämpfen habe.
Am 8. Mai zog Napoleon in Dresden ein. Hier war seineerste Sorge, den König von Sachsen wieder zu sich herüber zuziehen, damit er eines Theiles dessen Truppen, die ihm besondersdurch ihre Reiterei sehr nützlich werden konnten, zu Mitstreitern er-halte, und anderes Theiles den Besitz der Festung Torgau erlange.Er hatte, schon ehe er in Dresden angekommen war, den Königvon Sachsen mit drohenden Worten auffordern lassen, in sein Reichzurückzukehren und die Pflichten eines Rheinbund-Fürsten zu erfüllen.Östreichs Schutz und Hülfe waren zu wenig zuverlässig, als daßFriedrich August diese Aufforderung hätte zurückweisen können. Erhatte bereits am 8. Mai an Thielemann den Befehl gesandt, dieFestung Torgau dem General Repnier zu übergeben; am 12.kehrte er nach Dresden zurück, und ließ gegen den Willen seinesVolkes sein Heer zu den Franzosen stoßen. Thielemann hatte sichzu tief mit den Verbündeten eingelassen und zu sehr den deutschenPatriotismus unter seinen Truppen gefördert, als daß er sich denFranzosen hätte fügen können; er trat in russische und später inpreußische Dienste.
Gegen Östreich konnte Napoleon nicht dasselbe Mittel anwen-den, durch welches er den König von Sachsen wieder an sich gezogenhatte. Das östreichische Kabinet hatte während der ganzen bisherigen