Heber.
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in a, weil sonst das Gleichgewicht hergestellt Ist, und dasFlielsen aufhört. Dabei mufs , wie sich von selbst ver-steht , der eine Schenkel, welchem das höhere Niveau derFlüssigkeit zugehört, oder es müssen beide Schenkel in dieFlüssigkeit eingetaucht seyn. Wäre daher z. B. der Heber acb^.in ein Gefäfs mit Wasser gesenkt, die Weite der Röhre nichtstärker als etwa 1 bis 2 Lin. angenommen , damit nicht das^Wasser neben der aufsteigenden Luft herabfliefsen könne, undläge der Wasserspiegel bei a und das Ende der Röhre in einerhorizontalen Ebene, oder ginge die Flüssigkeitssäule nicht wei-ter als bis zu diesem Puncte b herab, so miifste derselbe stillstehen. Senkte man ihn dann so tief in die Flüssigkeit, dafs bbis nach ß herabkäme , so würde so viel von der Flüssigkeitausströmen, bis der Flüssigkeitsspiegel und ß die horizontaleEbene aß bildeten, und der Heber müfste abermals Stillstehen,Höbe man ihn dann wieder bis soweit in die Höhe, dafs ß anden Ort von b käme, ohne die Flüssigkeit im Gefäfse zu ver-mehren , so würde sich die Flüssigkeit in entgegengesetzterRichtung von b durch c nach a bewegen, der Heber sich mitLuft füllen, und sein Fliefsen überall aufhören.
Der Heber war schon den Alten bekannt, und es ist merk-würdig, in wie vielfacher Gestalt Heros von Alexandrien 1 dieAnwendung desselben gezeigt hat. Indefs leitete man bekannt-lieh diese Erscheinungen nicht vom Luftdrucke ab, sondernvon einer anziehenden Kraft des leeren Raumes, Bei der Be-schreibung der wichtigsten Anwendungen des Hebers werdeich zugleich anzeigen, welche dann schon beim Heros vor-
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kommen.
Im Allgemeinen ist oben bei der Demonstration des Hebersangenommen, dafs derselbe gefüllt seyn müsse, weil sonst dasGleichgewicht der Flüssigkeitssäulen und das Herabfallen dereinen derselben nicht stattfinden kann. Diese Bedingung istauch in sofern eine nothwendige, als ein Fliefsen der Flüssig-keit für die Wirkungen des Hebers nbthwendig möglich seyn
mufs. So lange nämlich der obere Raum bei c mit Luft erfüllt©
1 Heroms Alex. Spiritualium Liber, a Federico Co-vmandino Ur-binate ex Gvaeco in Latinum conversus. Acced. Jo. Bapt, Aleotti qiia-tuor Theoremata Spiritimlia, ex Italico in Lat. conversa. Amst. 1680.
4. Graece Paris 15Ö3. Fol. Inter Vett. Malhemat Opera, graccect lat.