Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Er fall r u ngs ges e tze. 53;»

b c trifft, gleich der horizontalen Geschwindigkeit des in a her-vordringenden Wassers seyn. Die kleinen Correctionen, wel-che hierbei wegen des Widerstandes der Luft erforderlich sind,lassen sich leicht anbringen. Stellt man dieses Experiment an,So findet man, mit einer völlig genügenden Genauigkeit die Ge-schwindigkeit gleioh derjenigen, welche ein von der Oberflächeed des Flüssigen, bis zur Oeffnung a frei und vertical herab-fallender Körper im freien Falle erreichen würde, und diese Ge-schwindigkeit ist dem gemäfs , was eine theoretischeßestimmungergiebt. Ein zweites Mittel, die Ausflufsgeschwindigkeit zubestimmen, scheint sich in der Abmessung der ausgellossenenMenge des Flüssigen darzubieten. Ist die Oberfläche e d sogrofs, dafs in 1 Min. nur ein unerhebliches Sinken derselbeneintreten kann, so beobachte man, wie viel Cubikzolle Wasserin dieser Zeit auslliefsen ; es scheint nun, dafs man die ausge-flossene Menge als einen Cylinder ansehen dürfe, dessen Quer-schnitt die Oeffnung ist, und also die Länge dieses Cylindersals den in 1 Min. von dem hervordringenden Wassertheilchendurchlaufenen Raum, und dass sich so eine zweite Restimmungfür die Ausflufsgeschwindigkeit ergebe. Stellt man dieseD Ver-such wirklich an, so findet man die Wassermasse, welche aus-fliefst, viel geringer, als sie nach der, vermittelst der ersten Me-thode gefundenen, Geschwindigkeit seyn sollte. Dieser Unter-schied der Angaben liegt nicht in einer unrichtigen Bestimmungder nach der vorigen Methode gefundenen Geschwindigkeit, son-dern eine sorgfältigere Beobachtung zeigt, dafs der Querschnittdes ausfliefsenden Wasserstrahles nicht der Ausflufs-Oeffnnnggleich ist, sondern dafs aul’serhalb dieser eine Zusammenziehungdes Strahles (contractio venae) erfolgt. Statt also aus dei Was-sermenge und der gegebenen Gröfse der Oeff nung die Geschwin-digkeit berechnen zu wollen, mufs man die letztere vielmehrals durch theoretische Schlüsse oder durch die Bestimmungender ersten Methode gegeben ansehen , und kann dann aus derbeobachteten Wassermenge den Querschnitt des zusammengezo-genen Strahles berechnen, den man theils hierdurch, theilsdurch wirkliche Messung bestimmt und gefunden hat, dafs derDurchmesser des hervordringenden Strahles bei Kreis-Qeffhun-gen in dünnen Wänden ziemlich nahe der Oeffnung ist.

Diese Zusammenziehung des Strahles entsteht daher, weilnicht blofs die in senkrechter Richtung gegen die 'Wand oder