Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Hydrostatik.

so hebt er sich, und hört nicht eher auf zu steigen, bis einTheil über der Oberfläche des Wassers hervorragt, und nurnoch so viel von ihm im Wasser bleibt, dafs das Gewicht desganzen Körpers dem Gewichte des jetzt noch aus der Stelle ge-triebenen Wassers gleich ist. So lange der Körper ganz unter-getaucht bleibt, ist die Gewalt, mit welcher er gehoben wird,ganz gleich, erbefinde sich tiefer oder minder tief unter der Ober-fläche, kommt aber bei dem leichtern Körper ein Theil des Kör-pers über der Oberfläche des Wassers hervor, so wird die Mengedes nun noch aus der Stelle getriebenen Wassers geringer, undda der Druck aufwärts immer gleich dem Gewichte dieser Was-sermenge bleibt, so tritt endlich ein Gleichgewicht zwischendem Gewichte des ganzen Körpers und dem Gewichte des au*der Stelle getriebenen Wassers ein, und dieses giebt die Be-stimmung, wie viel von dem Volumen des Körpers beim Schwim-men noch eingetaucht bleibt. Die Frage, in welcher Lage derKörper schwimmen kann, wird wohl besser unter dem Art.Schwimmen und Metacentrum absehandelt 1 2 . '

Diese Betrachtungen über den Druck, den ein eingetauch-ter Körper leidet, führen zu der Bestimmung des specifischenGewichtes*. —

Die hydrostatischen Betrachtungen über die Figur solcherKörper, auf welche beschlefmigende Kräfte einwirken , welcheselbst die Gestalt bestimmen, übergehe ich hier, da sie im Art.Erde 3 Vorkommen. Ebenso übergehe ich diejenigen Erschei-nungen , welche von den gewöhnlichen Gesetzen der Hydro-statik abzuweichen scheinen, wo nämlich Wasser in sehr ensenRöhren über die Oberfläche des umgebenden Wassers aufsteigt,Stahlnadeln auf dem Wasser schwimmen u. s. w., weil diese Er-scheinungen aus der besoudern anziehenden Kraft, wovon derArt. Capillaril&t handelt, erklärt werden müssen 4 . Von demDrucke solcher Körper, die, wie Sand, als halbflüssig anzuse-hen sind, ist im Art. JJruch gehandelt 5 .

1 S. Schwimmen und Metacentrwn.

2 S. Gewicht , Th. IV. S. 14S9 und Artlomelcr. Th. I. S. Sit).

S Vergl. Th. III. S. 920.

4 S. Th. II. S. 85.

5 S. Th. II. S. 614. .