aus dem Thierreiclie.
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Reibung der Zapfen am Zeiger leichter zu überwinden 1 , machteaber dadurch das Instrument bei der ungleichen Beschaffenheitverschiedener Haare offenbar unsicherer. Lahdaiaki schlägtvor, mit dem Haarhygrometer eine Vorrichtung zu verbinden,wodurch es seinen höchsten und tiefsten Stand bleibend zeigensoll. Diese ist seinem Thermometrographen genau nachgebildet,und besteht aus einem gezahnten Rade, welches mit der Axedes Zeigers verbunden ist, und durch einen leichten Sperrhakenfestgehalten wird. Es sind dann zwei Hygrometer erforderlich,jedes mit einem solchen Rade versehen, jedoch sind die Zähnebei dem einen in entgegengesetzter Richtung von der des anderngeschnitten, so dafs das eine beim höchsten , das andere beimtiefsten Stande des ihm zugehörigen Zeigers festgehalten wird 2 .Aufser den Unbequemlichkeiten aber, welche diese Vorrichtungschon beim Rarometrographen hat, kommt noch die neue hinzu,dafs schwerlich ein Künstler diesen Mechanismus so fein her-stellen kann , als er seyn müfste, wenn die Ausdehnung und Zu-sammenziehung des Haars ihn bewegen sollte. Babi.vet dage-gen glaubt dieses Hygrometer durch vermehrte Feinheit der Mes-sung verbessern zu können. Zu diesem Ende räth er an, dieScale, welche das Haar bei seiner Verlängerung und Verkür-zung durchläuft, vermittelst einer Mikronieterschraube zu mes-sen , wodurch er einen gewöhnlichen Grad in 5 Theile theilt.Das kleine Gewichtchen soll dann am Haare frei herabhängen,und sein jedesmaliger Ort vermittelst eines Mikrometerfadens ge-messen werden 3 . Allein nach meiner Ansicht ist dasSaussüre’-sche Hygrometer fein genug construirt, und hierauf beruhen dieVorwürfe keineswegs, welche demselben mit Recht gemachtwerden. Wenn Badixet ferner drei Haare statt eines einzigenwählt, um aus ihnen die mittlere Ausdehnung und Verkürzungzu erhalten, so wird dadurch zwar einerseits Unrichtigkeiten vor-gebäugt, andrerseits aber ist die Ausdehnung durch Feuchtig-keit bei verschiedenen Haaren ungleich, daher die Messungschwierig, und das Instrument wird aufserdem hierdurch weitmühsamer zu construiren und kostbarer, ohne dafs man dennoch
1 Journ. de Phys. 1789. p. 58. Daraus in Gren J, d. Ph. I.p. 150.
2 Brugnatelli Giorn. Dec. II. T. III. p. 111.
3 Ami. de Cliitn. et de Ph. XXVI. 8C7. G. LXXYHI.77.