Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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614
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Hygrometer

Gröfse, wenigstens des Steines und seinem nicht ganz kleinenspecifischen Gewichte, ist der aerostatische Einllufs auf sein Ge-,wicht, sofern es aus der veränderlichen Beschaffenheit der At-mosphäre hervorgeht, eine verschwindende Gröfse, wie Lüdi-cke durch Rechnung gezeigt hat 1 2 . Gegen die Anwendung derGlastafel macht ebenderselbe die Einwendung, dals das Glas einzu schlechter Wärmeleiter sey, und sich daher keine Feuchtig-keit anlege; allein bei den langsam vorgehenden Temperatur-veränderungen versteht es sich wohl von selbst, dafs eine Glas-tafel zwar allmälig Staub aufnehmen wird, aber nie als Hygro-meter dienen kann. Lü dicke bot zugleich von ihm selbst ver-fertigte liygrometrische Steine an, allein sie sind nie in Gebrauchgekommen ?.

Neuerdings hat de i.a Rive 3 abermals die Schwefelsäureals hygrometrische Substanz in Vorschlag gebracht, jedoch aufeine ganz verschiedene Weise, als dieses durch Gould gesche-hen ist. Man soll nämlich eine feine Thermometerkugel in con-centrirte Schwefelsäure tauchen, so dals ein dünner Ueberzugderselben daran hängen bleibt, und sie dann in die freie Lufthalten, Da die Schwefelsäure sehr begierig Wasser anzieht,und sich durch Verbindung mit demselben erhitzt, so läfst sichaus der Temperaturerhöhung auf den Grad der Feuchtigkeit inder Atmosphäre schliefsen. Das rrincip ist allerdings richtigund sinnreich ausgedacht, allein das Verfahren ist zu sehr zu-sammengesetzt, w'ie de la Rive selbst zugesteht, als dafs ver-gleichbare Instrumente auf diese Weise zu erhalten wären , V'eilnamentlich eine gröfse Schwierigkeit der Bestimmung in demGrade der Concentration der Schwefelsäure liegt, wonach sieleichter und schneller die Feuchtigkeit aufnimmt.

D. Hygrometer durch Verdunstung undNiederschlag.

Wenn der Abb4 Mann vorschlug, die Feuchtigkeit der Luftdurch die verminderte Wirkung derElektrisirmaschine zu messen 4 ,

1 G. II. 73.

2 Vergl. eliend. V. 79.

S Bibi. oniv. XXVIH. 283.

4 Comment. Acad. Thcod. Pal. Vol. VI. Phys. Manli. 1790.4. Nro.4.