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[Fünfter Band. H - K.]
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Hygrometer

i zugeschmolzen, nachdem der Apparat auf die angegebene Wei-

se luftleer gemacht war. Solche Hygrometer verfertigte der eng-lische Künstler NevvmAN, und es läfst sich nicht in Abrede stel-len , daß der feinste wässerige Niederschlag auf einer polirtenMetallfläche ungleich leichter sichtbar wird, als auf Glase ; alleindafs man nicht sehen kann, wie weit die Kugel b mit Naphthagefüllt ist, und ob die Kugel des Thermometers, welches übri-gens bei dieser Vorrichtung eine längere Scale gestattet, wirk-lich in den Schwefeläther eingetaucht ist, steht allerdings derBrauchbarkeit des Apparates im Wege. Obgleich ich übrigensnicht zweifle, dafs solche Hygrometer von geübten Künstlernverfertigt werden könnten, und einige mir auch erklärten, dafssie dieses Problem zu lösen gern bereit seyen, so haben dochdie Berliner Mechaniker die Ausführung für unthunlich erklärt *>und ich glaube immer, dafs die Verbindung des Glasröhrchensmit einem Platinaröhrchen sehr grofsen Schwierigkeiten unter-liegt. Man darf es daher als eine grofse Verbesserung betrach-ten, dafs der jüngere Greiser in Berlin das anfängliche Hygro-meter auf eine solche Weise einrichtet, dafs dasselbe ohne Rück-sicht auf die Einwendungen gegen das Princip im Allgemeinennichts zu wünschen übrig läfst, hauptsächlich wenn man zu-gleich die äufsere Eleganz und die vollkommene Uebereinstim-j,.; rnung beider Thermometer mit in Anschlag bringt. Die Verbes-140. serung besteht darin, dafs die Kugel d des kleinen Thermome-ters gerade bis in die Mitte der Kugel b und bis zu ihrer Hälftein die darin eingeschlossene Naphtha hinabreicht, die Kugel bselbst aber auswärts in ihrer Mitte mit einer 1,5 Lin. breiten Zo-ne des feinst polirten Goldes umgeben ist. Indem sonach derSchwefeläther an seiner Oberfläche am stärksten verdunstet, undliier am kältesten wird, so theilt er seine Temperatur zugleichder Thermometerkugel und der Mitte der vergoldeten Zone mit,auf welcher der feinste Niederschlag dann sogleich sichtbar wird.Hierdurch ist also das hygrometrische Princip in gröfster Voll-kommenheit ausgeführt, in wie fern dasselbe indefs Anwendungverdient, wird späterhin unter der Theorie gewürdigt werden.

Man hat seitdem das Daniell’sche Hygrometer wegen seineshohen Preises 2 zu vereinfachen gesucht. Dahin gehört haupt-

1 G. LXVin. 72.

2 Es kostet bei Grciner in Berlin 10 Rthlr. pr. Cour., welchesbei der Schönheit <fes Instruments mir nicht zu viel zu seyn scheint.