032 Hygromete».
Objecte der Forschung gemacht, geschweige denn genügendbeantwortet. Seilte dieses geschehen, so miifste die Luft künst-lich in verschiedenen quantitativen Verhältnissen mit Wasser-dampfe gemengt, und diese genau bestimmten Mengungsver-hältnisse mit denjenigen Graden verglichen werden, welche daszu prüfende Hygrometer in ihnen zeigte ; jedoch würde dieseseine Reihe von Versuchen erfordern , welche wegen der damitverbundenen Schwierigkeiten fast an das Unmögliche grenzen,und nur in dem Falle belohnend wären, wenn man dadurchein für immerwährende Zeiten genaues Hygrometer erhaltenkönnte.
Aber hier stellt sich erst der Haupteinwurf entgegen, wel-cher allen Hygrometern dieser Art gemacht werden kann, nämlichdafs die dazu verwendeten Stoffe in kürzerer oder längerer Zeit,auf allen Fall für die auf die Construction derselben zu verwen-dende Mühe zu bald, ihre hygroskopische Eigenschaft verlieren.Alle hygroskopische Substanzen der ersten und zweiten Classe,nämlich die aus dem Thier- und Pflanzenreiche genommenen,trocknen in nicht gar langer Zeit so vollständig aus, dafs siegegen die Feuchtigkeit der Atmosphäre fast ganz unempfindlichwerden. Hierüber sind alle Physiker so vollkommen einver-standen, dafs es überflüssig seyn würde, die Behauptung durchAutoritäten zu unterstützen, und ich erwähne daher statt allernur einen, nämlich den Veteran unter den deutschen Physikern,E. G. Fischek in Berlin , welcher keinen Anstand nimmt, die-sen Satz auf das Bestimmteste auszusprechen 1 . Ich selbst habenamentlich ein sehr schönes, aber altes, Saussüre’sches Hygro-meter von dem bekannten Paul in Genf gearbeitet, ein vonRamsdkk höchst elegant verfertigtes de Liic’sches in dieser Hin-sicht geprüft, allein der Zeiger durchlief bei den verschieden-sten Zuständen der Feuchtigkeit keine 5 Grade der Scale, undein später verfertigtes Fischbeinhygrometer von vortrefflicherArbeit konnte ich durch achtmaliges, alle zwei Stunden wie-derholtes Einlaufen in Wasser nicht von seinem gewöhnlichenStande bei 42° auf 55° bringen. Freilich kann man entgegnen,dafs es blofs des Einziehens eines frischen Haares oder Fisch-beinstreifens bedürfe, um ein solches Instrument wieder brauch-bar zu machen ; allein wer die Mühe kennt, welche dieses und
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