Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Theorie.

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ungleich leichter kt, die geringste Trübung so ausnehmend kla-ren englischen Glases bei durchfallendem Lichte wahrzunehmen,als eine Verbindung des metallisch glänzenden Goldes, so weifsich doch sehr wohl, dafs ich nie zu genauen Resultaten gelangtseyn würde, wenn mir nicht das zweite Mittel zu Gebote gestan-den hätte, nämlich den feuchten Niederschlag durch Tempera-turerhöhung wieder verschwinden zu machen, und durch langeanhaltende Anwendung beider Methoden gelang es mir dannendlich, die gesuchten Werthe genau zu erhalten. "WievieleMühe und Zeit indefs jeder einzelne Versuch mit Wasserdampf(denn bei dichteren Dämpfen ist die Bestimmung leicht) erfor-derte, ist gehörigen Ortes 1 erzählt, und würden ohne diesesjene Versuche mich nicht so anhaltend beschäftigt haben , alswirklich der Fall war. Die von mir für die Dichtigkeit des Was-serdampfes gefundene Bestimmung ist gröfser als die durch Gay-LÜssac vermittelst seiner Verdampfungsversuche des Wassers imTorricelli ’schen Raume über Quecksilber erhaltene, und dieseserklärt sich leicht daraus, dafs das Quecksilber, welches ja be-kanntlich nur mit grol'ser Mühe kaum von aller Feuchtigkeit ge-reinigt werden kann, einen Theil des Wassers aufnahm, auchkonnte Gay-Lussao aus seinen wenigen Versuchen nicht lin-den, dafs das Dichtigkeitsverhältnifs des Massedampfes gegenLuft bei gleicher Wärme und Elasticität nicht für alle Tempera-turen ein gleiches ist; wie aus meinen vielen und weit von ein-ander liegenden Versuchen folgt. Ans diesen Versuchen so-wohl als auch aus jenen scheint mir der Satz als unbestreitbargewifs zu folgen, dafs der Thaupunct da nicht liegen kann, wosich ein wäfsriger Niederschlag zeigt, sondern dafs er über diehierbei beobachtete Temperatur fällt.

Betrachte ich indefs die Sache ganz für sich tind ohne Be-ziehung auf jene Beobachtungen , so scheint mir der Satz, dafsDaniell’s Hygrometer den Thaupunct nicht unmittelbar an-giebt, vollständig begründet, wenn man anders unter Thaupunctdiejenige Temperatur versteht, bei Welcher der Wasserdampfder Atmosphäre seine gröfste Dichtigkeit hat, Dafs letztere Be-deutung aber die richtige sey, dieses läfst sich nicht bezweifeln,indem man sie bei der Bestimmung der Elasticität und Dichtig-keit des atmosphärischen Wasserdampfes zum Grunde legt.

1 8. meine Fhyslcalischen Abhandl. Giess. 181Ö.

V. Bil. ' Tt