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Hygrometer.
Sollte dagegen Thanpunct diejenige Temperatur bedeuten, beiwelcher schon wirklicher Thau gebildet ist, so läfst sich dieserunmöglich genau bestimmen , weil der Thau dichter und auchdünner seyn kann, und auf allen Fall kein Dampf mehr ist, son-dern Dunst, d. h. ein wirklicher wäfsriger Niederschlag aus derAtmosphäre. So lange hiernach also die mit Aether gefüllteKugel diejenige Temperatur hat, bei welcher der Wasserdampfnoch seine Expansion behält, kann sich kein Dampf auf dersel-ben ablagern , wenn sie gleich unter die Temperatur ihrer Um-gebung herabsinkend den angrenzenden Luft- und Dampf-Theil-chen "Wärme entzieht, weil ja die letzteren erst so viel hiervonverlieren müssen , dafs ihr Expansionszustand nicht weiter mög-lich bleibt. Der hygrometrische Condensationspunct nach derAngabe des Daniell’schen Hygrometers liegt also unter dem ei-gentlichen Thaupuncte, oder unter dem Puncte der gröfsten Dich-tigkeit des Wasserdampfes. Aus diefem Grunde wollten v. Boh-NENHEHGEK, v. Buhg u. a. den eigentlichen Thaupunct aus der-jenigen Temperatur zugleich mit bestimmen, bei welcher derauf dem Goldstreifen entstandene Thau wieder verschwindet,und es unterliegt wohl keinem Zweifel, dafs man die dem ei-gentlichen Thaupuncte zugehörige Temperatur genau erhaltenwürde , wenn man diese beiden Puncte einander so nahe wiemöglich brächte, oder zuletzt in einen znsammenfallen machte;allein dieses ist nicht blofs schwierig, sondern fast unmöglichund auf allen Fall für gewöhnliche Beobachtungen nicht anwend-bar. Wird nämlich die mit Musselin überzogene Kugel desHygrometers erkaltet, so verdampft der Aether in der andernan seiner ganzen Oberfläche, entzieht also gleichzeitig der Ther-mometerkugel und der vergoldeten Glaszone die Wärme, wes-wegen beider Temperaturen bis auf einen verschwindenden Un-terschied gleich seyn werden ; wird aber die Aetherkugel vonAufsen erwärmt, so muls die aufgenommene Wärme erst durchden Aether und dessen Dampf dringen, ehe sie die Thermome-terkugel erreicht, worauf bei der schlechten Wärmeleitung derFlüssigkeiten viel zu lange Zeit vergeht, als dafs sich diesesMittel zu der geforderten Bestimmung eignen sollte.
Fragt man , wie tief der Bethauungspunct der Hygrometer-kugel unter dem eigentlichen Thaupuncte liege, so ist diesesschwer bestimmbar, weil man hierfür die Dicke einer sicht-bar werdenden Dunstschicht kennen müfste und zugleich die