Geschichte.
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dem Magnetisiren schwerer wird, mufste den Verfertigern vonCompassen schon frühe auffallen. Doch nur der Engländer Ro-bert Norsuns, Compalsmacher zu Ratcliff, war aufmerksamgenug, die Wahrnehmung zum Versuche zu erheben, und dieseSenkung durch eine eigens veranstaltete Einrichtung der Nadelzu messen. Er bestimmte sie im Jahre 1576 zu London auf 71°5(/. Die Angaben späterer Beobachter an andern Orten zeigten,dafs die Neigung mit der geographischen Breite zunehme, ja so-gar, dafs sie (wenigstens im nördlichen Atlantischen Meere) auchmit der westlichen Länge gröfser werde. Dafs hierauf baldVorschläge zur Bestimmung der Breite zur See und wohl auchzur Findung der so schwierigen Länge gegründet wurden, warnatürlich. Die Möglichkeit des Letztem bemühte sich nebstAndern vorzüglich Henkt Bond in einer eigenen Schrift 1 dar-zuthun. Aus Mangel an Beobachtungen war es ihm jedoch nichtmöglich, diese Idee zur Ausführung zu bringen. Besser wardazu WiiisTon ausgerüstet, welcher die der Beobachtung abge-hende Genauigkeit durch eine untaugliche Verlängerung der Na-del (von 2 bis 4Fufs) ersetzen wollte. So wenig sich auch vondiesem Vorschläge erwarten liefs, so ist doch nicht zu läugnen,dafs in gewissen Gegenden, bei anhaltend bedecktem oder neb-lichten Wetter und ruhiger See eine gute Neigungsbeobachtungdem Seefahrer wenigstens zur Breitenbestimmung einigermafsendienen kann.
Die einfachste Darstellung eines magnetischen Inklinato- pjgriums ist ein in vier Quadranten getheilter, verticaler Kreis, an 169.einem Ringe so aufgehangen , dafs die Anfangspuncte a und bseiner Quadranten genau in der durchs Centrum c gehendenVerticallinie liegen. Auf dem Stege de und einem zweiten da-hinter liegenden befindet sich bei c in einer Höhlung die Quer-axe der Nadel, und diese letztere ist so beschaffen, dafs sie imnichtmagnetischen Zustande in jedem Azimuth des Ringes ge-nau horizontal liegt, gleichviel welche Seite der Nadel sich un-terhalb oder oberhalb des Centrums befinde. Die Erfahrungzeigt jedoch, dafs diese Bedingung schwerlich mit der nöthigenSchärfe erreicht werden kann, indem durch die Wirkung desErdmagnetismus alle stählernen Werkzeuge schon während derBearbeitung mehr oder weniger magnetisch werden, so dafs es
1 The Longitude found. Lond. 1670.V. Bd.
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