Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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745
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Geschichte.

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Zwecke nur sehr unvollkommen, woran sowohl die KleinheitderEintheilung auf dem Aequationsringe, als auch die eben durchdenselben vermehrte Belastuns der Nadel und die Reibung ihrerZapfen Schuld war. Dieser suchten die englischen Künstlerdurch Anbringung grofser Frictionsrollen zu begegnen, derenZapfen aus. einer Legirung von Gold und Kupfer bestanden undin Löchern von Glockenmetall liefen. Allein der zarte Bau die-ser Räder macht die Genauigkeit ihrer Kreisform sehr zweifei-haft, und überdem waren auch diese Nadeln statt des Zeigersmit einem kleinen Kreuze beschwert, das vier stellbare Kügel-chen als Momente trug, durch welche die Nadel dergestalt abge-glichen werden sollte, dafs sie in allen Lagen und auch nachUmwendung der Pole stets die nämliche Neiguug zeigte. Sol-che Instrumente wurden von Nairxe mit grofser Sorgfalt ver-fertigt, und auf Cook’s zweiter Reise, auf Phips Reise nachdem Nordpole, auch auf IVRuSESrsTERN’sExpedition gebraucht;allein die mit denselben angestellten Beobachtungen sind keines-Wegs fehlerfrei und besonders setzte das angebrachte Abglei-chungskreuz, wegen der veränderlichen Entfernung seiner Po-tenzen, noch mehr als der Aequationszeiger den Beobachter derGefahr aus, die Neigung , die er suchte, selbst zu construiren.

In den neuern Zeiten ist man mit Vortheil wieder zu dereinfachen ursprünglichen Idee einerNeigungsnadel zurückgekehrt.Man gleicht die Nadel durch Schleifen bestmöglich ab, giebt denEnden der Queraxe möglichst feine Zapfen und läfst diese aufhorizontalen Achatflächen laufen. Das Verdienst dieser Verbes-serung gehört Borda zu, und die Beobachtungen, welche Hum-boldt, Nouet, Biot in den Jahren 1799 bis 1805 mit einem sovereinfachten Instrumente von kleinen Dimensionen angestellt ha-ben, so wie die Beobachtungen der neuesten französischen Entdek-kungsreisen, scheinen die Vorzüge dieserConstruction zu bestätigen.

Die Beobachtung selbst bleibt jedoch immer noch verschie-denen Einflüssen ausgesetzt, die der Künstler nicht ganz zu ent-fernen vermag. Schon die unleugbare Schwierigkeit, eine Na-del in völlig unmagnetischen Zustand zu versetzen, oder siedarin zu erhalten , macht eine genaue Aequilibrirung unmöglich.Eine geringe Polarität des einen Endes der Nadel wird ihn glau-ben machen , die Nadel sey ihrer Länge nach im Gleichgewicht,während jdem sie es in Beziehung auf die Vertheilung der Ma-terie wirklich nicht ist. Leichter möchte es seyn, zu erfahren,

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