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1 u k 1 i n a t o r i u in.
ob die tragende Axe auch der Breite nach durch die Mitte derMasse gehe, indem eine Oberlast durch eine Geneigtheit zumUeberschlagen, die Unterlast aber durch eine Tendenz zur ho-rizontalen Lage sich verrathen würde ; doch können auch dieseWirkungen durch einen etwelchen Magnetismus der Nadel nocheinigermafsen verhüllt werden. Man pflegt daher sowohl beimAbgleichen der Nadel vor dem Magnetisiren, als auch bei derwirklichen Beobachtung die Nadel auf ihren Lagern so umzule-gen , dafs die untere Seite der Queraxe nach oben zu liegenkommt. Sodann ist es zweitens die Frage, ob der Theilungskreisrichtig d. h. so gestellt sey, dafs seine beiden Nullpunkte wirk-lich in der Horizontallinie liegen. Dieses kann direct durchein Loth ausgemittelt werden, welches die Theilstriche von 90®oben und unten an der Theilung durchschneidet, oder man ver-sieht das Inklinatorium mit einer verticalen Axe, an welcher esum ISO® umgedreht werden kann, was die Engländer durch dieBenennung face East, face JVest bezeichnen. Da aber hierbeidie Nadel eine gegen die Weltgegenden verkehrte Bichtung er-hält, so ist sie genöthigt umzuschlagen, und so wird die Prü-fung der Collimation mit der in No. 1. bemerkten Ungewifsheitvermischt. Der Fehler einer Excentricität 3) der Nadel wirddurch Ablesen der Eintheilung an beiden gegenüber stehendenEnden berichtigt. Endlich ist es 4) keineswegs ausgemacht,dafs die Richtung des Magnetismus in der Nadel genau mit dergeraden Linie Zusammenfalle, welche beide Enden derselbenverbindet. Dieses kann nur dadurch entschieden werden, dafsman mit einem hinreichend starken Magnete die Pole der Nadelnmwendet, wodurch zugleich auch die in No. 1. erwähnte un-gleiche Schwere der Hebelarme sich zu erkennen ciebt. DieBeseitigung aller dieser Fragen hat daher allezeit vier Beobach-tungen ncithig gemacht, um eine magnetische Neigung zu be-stimmen; nämlich die östliche und westliche, {face East undface JVest ) vor dem Umwenden der Pole, und eben diese nachdemselben , wobei jedesmal das Mittel aus den diametral ein-ander gegenüber stehenden Theilungsangaben genommen wird.Das arithmetische Mittel aus diesen vier Beobachtungen wurdebisher immer für die wahre Neigung angenommen , was eigent-lich nur in dem Falle zulässig ist, wenn dieselben nur wenigvon einander abweichen. Dem würdigen Sohne des berühmtenTobias Mayer in Göttingen gebührt das Verdienst, auf diese