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Inklinatorium,
gungszeiten als Mittelzahl vieler Angaben bestimmen lassen, giebtdiese dreifache Anwendung der Schwingungsmethode unter Be-obachtung der angeführten Vorsichtsregeln Resultate, die anGenauigkeit und Zuverlässigkeit mit denen der directen Mes-sung wetteifern können. Sie hat überdies den Vorzug der Ein-fachheit, indem sie den eingetheilten Kreis und das Umwendender Pole entbehrlich macht. Die Uhr, deren man sich bedient,braucht nicht berichtigt zu seyn, und ihr Gang mufs nur aufkurze Zeit sich gleich bleiben, was schon von einer guten Cy-lindertaschenuhr, insofern die Temperatur sich nicht ändert,sich erwarten läfst. Auch auf Schiffen möchte sie bei den lang-
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samen Schwankungen auf ruhiger See noch eben so genaue Re-sultate gewähren, als die Messung am Gradbogen; nur mufs,wie auch bei der directen Beobachtung, darauf gesehen werden,dafs während des Versuchs das Schiff sein Azimuth nicht än-dere. Weniger hingegen möchte die Methode der Schwingun-gen zur Untersuchung der geringen täglichen oder stündlichenVariationen der Neigung sich eignen, da bei den verticalenSchwingungen die Reibung der Axe es unmöglich macht, einehinreichend gTofse Anzahl derselben zu erhalten. Weit eherdürfte dieser Zweck durch eine leichte Nadel von ungewöhnli-eher Länge erreicht werden, die, an ihrem südlichen Ende alsCentrum nach Art der Sortir- oder Garn wagen aufgehängt, ihreganze Ausdehnung zum Radius des zu messenden Bogens darböte.
Der Vollständigkeit wegen mag hier noch eine Beschrei-bung des Verfahrens folgen , durch welches Coulomb das Ver-hältnifs der magnetischen Kräfte in der horizontalen und in derverticalen Richtung zu bestimmen suchte 1 . Von dem vorhererwiesenen Satz ausgehend, dals die Summe der Momente allerKräfte, welche eine horizontale Nadel dem magnetischen Meri-
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diane zutreiben, durch die Formel L— ausgedrückt werde, in
welcher p das Gewicht der Nadel, 1 ihre halbe Länge, und Xdie Länge des einfachen Pendels bezeichnen, das mit der Nadelgleichzeitige Schwingungen macht, bestimmte er zuerst durchdirecten Versuch das Gewicht der Nadel und die Dauer ihrerhorizontalen Schwingungen, nebst dem Gewichte, mit welchemihr südliches Ende beschwert werden mufste, um sie in die ho-
1 Me'm. de l’rnstitut. T. IV. p. 565.