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[Fünfter Band. H - K.]
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Inklinatoriura.

Schlüssels langsam auf Oie Achatlager niedergelassen ; eine Ope-ration , die ein Paar Male wiederholt werden mufs, damit dieNadel so ziemlich in dev erforderlichen Neigung selbst abgesetztwerde. Hierauf wird die Axe der Nadel um 180° umgelegt,und überhaupt dasjenige Verfahren wiederholt, was oben durchVorschrift und Beispiel erläutert worden ist. Sollen die Poleumgewendet werden, so legt man die Nadel auf ein dazu be-stimmtes, starkes Bret, in welches dieselbe sammt der einenHälfte der Axe eingelassen ist; eine in der Richtung der Nadelauf dem Brete befestigte Leiste, an welche der künstliche Ma-gnet beim Bestreichen angehalten wird, schützt gegen das Aus-gleiten. Die Form der Nadel ist gemeiniglich die eines Stabesvon 4 oder mehr Linien Breite, und 4, 1 bis J4 Linien Dicke;sie ist entweder ganz prismatisch, oder nach den Finden zu inbeiden Seitendimensionen verjüngt. Die Enden sind zuweilenbreit oder kreisförmig abgerundet, zuweilen scharf zugespitzt;dafs die auf den Endllächen zu beiden Seiten gezogenen Strichegenau übereinstimmen, ist von vorzüglicher Wichtigkeit. Manhat auch Nadeln aus zwei hohlen I\on,en verfertigt, welche nachArt'der Axen von Passageinstrumenten in einen Kubus sich ein-L)ie Queraxe der Nadel ist besonders abgebildet.An derselben ist der Ansatz o aufgelöthet, und mit ihr zugleichabgedreht; die Platte p wird aufgeschraubt; beide können vonMessing verfertigt werden. Bei r und r' sind Rinnen einge-

o o o

dreht, deren Entfernung durch die Breite des Rahmens mnin'nbestimmt wird. Da die Nadel gewöhnlich nicht viel über zweiUnzen wiegt, so dürfen die Zapfen der Axe sehr fein verfer-tigt werden ; vorzüglich ist auf ihre genaue Rundung zu sehen.Hansteen bemerkt, dafs, da die Unterstützung der Axe nichtin ihrer Mitte, sondern unterhalb derselben statt findet, dieNadel immer eine gewisse Oberlast haben werde. Man könnte183.daher ihre Enden auch keilförmig zurichten, und für die weg-genommene Masse unten durch eine Schraube compensiren. DieAxe müfste sich dann in der Nadel durch Reibung genau um-drehen lassen, damit die Schärfe des Keils bei jeder Neigungnach unten gekehrt wäre. Die beiden Schneiden so zu bearbei-ten , dafs ihre Schärfe genau in der Drehungsaxe liege, ist fürden Künstler allerdings eine schwierige, jedoch nicht unerreich-bare Aufgabe. Diese Einrichtung möchte auch bei gröfsern Na-deln, namentlich auch bei solchen, die für bleibende, stünd-

Fig.

18i. schrauben.