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[Fünfter Band. H - K.]
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Inklinatorium.

Resultat hervorbringen, und es ist sogar zuweilen vorteilhaft,durch willkürliche Versetzungen jener Kügelchen neue nndabweichende Angaben hervorzurufen, um mit einer einzigenNadel eine Verschiedenheit der Resultate zu erhalten , zu wel-cher sonst mehrere Nadeln erforderlich gewesen wären. Dieseentschiedene Unterlast gewährt iiberdiefs den Vortheil, dafs dieNadel besser vermögend ist, die Reibung der Zapfen zu über-winden, und sich immer in diejenige Richtung zu versetzen,welche dem Verhältnisse der magnetischen Kraft und der Solli-citation des Schwerpunktes entspricht, während bei einerganz abgeglichenen Nadel die magnetische Kraft den Wider-stand der Reibung nicht immer zu überwinden vermag, wo-durch eine Unentschiedenheit in der Stellung der Nadel ent-

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steht, die der genauen Beobachtung hinderlich ist. Wesent-lich ist jedoch, dafs der Schwerpunct möglichst genau in derLinie liege, welche auf die Länge der Nadel senLrecht ist. Be-treffend die Härtung, welche man der Nadel zu geben hat, be-ziehen wir uns auf dasjenige, was hierüber im Al t. Compass 1bemerkt worden ist, dem zufolge die strohgelbe Farbe desStahls beim Anlassen als die tauglichste Temperirung empfohlenwird.

Wünscht man am Inklinatorium genauer abzulesen, undden Inklinationswinkel durch Repetition genauer zu erhalten,so lasse man nach einer der vorhin beschriebenen Arten dieNadel (ohne Kreis) in einem Glaskasten spielen , und setze vordiesen einen Kreis, dessen äufserer Limbus an seiner Peripherieein Faar Mikroskope mit Faden trägt, welche auf die Endender Nadel gerichtet werden. Ob indefs eine solche astronomi-sche Genauigkeit mit der Natur eines physikalischen Versuchsund den Schwierigkeiten , welche Reibung und die nicht genaugeometrische Beschaffenheit der Nadel nach sich ziehen, inUebereinstimmUng stehe, dürfte man wohl bezweifeln.

Die Inklinatorien, welche für den Gebrauch zur See be-stimmt sind, unterscheiden sich von den eben beschriebenenhauptsächlich dadurch, dafs sie nicht auf Stellschrauben ge-stützt, sondern freischwebend aufgehängt sind, um sich selbstin die verticale Richtung zu versetzen. Man bedient sich ambesten hierzu eines auf vier Füfsen ruhenden, etwa 4 Fufs lio-

1 S. Th. II. S. 195.