Keil.
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sten n. s, w., und da die Dicke der Kfeile in der Regel ungleichgeringer ist, als ihre Länge, 60 macht es keinen merklichen Un-terschied, ob die Berechnung nach dem Sinus oder der Tan-gente angestellt wird. Ueberhaupt aber wird der 'mechanischeElfect des Keiles selten berechnet, Sondern gewöhnlich bringtman denselben nur nach allgemeinen Regeln einer groben Em-pirie in Anwendung. Weit weniger geschieht dieses ferner inder Art, dafs drei Kräfte gleichzeitig gegen den Kopf und diebeiden Flächen des Keiles drücken, als dafs gegen ersteren einStofs ausgeübt wird, um die Flächen zwischen die Widerstand,leistenden Körper zu treiben, und dabei wird dann in der Regelohne nähere Untersuchung vorausgesetzt, dafs die Richtung derdrei Kräfte auf diese Flächen lothrecht sey. Ist dieses nicht derFall, so kann die Kraft bei bekannter Richtung derselben leichtreducirt werden. Wäre z. B. der Keil acb und die Richtung devKraft ed gegen denselben gegeben, so ist diese als die Diagonaleder Componirenden ef und fd zu betrachten, wovon die letztereverschwindet, die erstere aber als effectiv wirksam bleibt. Esist aber ef der Cosinus des Neigungswinkels der Kraft mit dergeometrischen Axe des Keiles, und wenn dieser = ä ge-nannt wird, so ist die reducirte Kraft k* = k. Cos. a. Ebendiese F’ormel ist auch zur Reduction der Kräfte genügend,welche in gegebener Richtung gegen die Seitenflächen des Kei-les wirken.
Nur selten kommt es zur praktischen Anwendung, dafs derKeil als durch drei auf seine Flächen lothrecht gerichtete Kräfteim Gleichgewichte erhalten betrachtet wird, wenn nicht etwabei der Construction gewölbter Bogen. Wenn man sich dessel-ben bedient, z. B. beim Spalten des Holzes und der Steine oderzum Hinauftreiben von Lasten, so wird er durch die Reibungin dem gemachten Spalte festgehalten , woraus schon von selbstfolgt, dafs diese außerordentlich stark seyn mufs. In den mei-sten Fällen würde er ohne diese fast seine ganze Brauchbarkeitverlieren, wie man unter andern dann wahrnimmt, wenn seineFlächen zu glatt sind und er bei jedem Schlage auf seinen Kopfwieder zurückspringt. Die starke Reibung ist bei ihm dahernothwendig, aber es folgt daraus auch zugleich, dafs ein grofserTheil der auf ihn verwandten Kraft dadurch wieder verlorengeht. Manche Schriftsteller bringen den Reibungs - Coefficientenund die Richtung dieser Reibung gegen seine F’Iächen zugleich