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[Fünfter Band. H - K.]
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Mechanische. Muskelkraft.

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länglich runde, sie sind meistens solid, einige aber, z. B. dasHerz, sind hohl und nicht wenige ringförmig; sie bewegen sichgröfstentheils durch Willensthätigkeit, einige aber blol's auto-matisch, wie unter andern die Spanner der Gehörknöchelchen,das Herz, die das Athinen bewirkenden Brustmuskeln u. a. m.Bei den Menschen und den Thieren der vier höheren Classensind sie zusammengesetzt aus dem Muskelgewebe (telu carnea),aus Verzweigungen von Blutgefäl'sen, aus Nerven und dem jeneverbindenden Zellgewebe, welches die aus Fasern und Fädenbestehenden kleineren und die aus diesen gebildeten gröfserenBündel zusammenhält. Die Dicke und Derbheit der Muskeln istso viel stärker, je reicher die genossenen Nahrungsmittel an Fa-serstoffund Kleber sind und je energischer die Verdauung wirkt,um diese zur Bildung der Muskeln dienenden Substanzen in dasBlut zu bringen. Im Allgemeinen sind sie dicker und derberbeim männlichen Geschlechte als beim weiblichen, wachsendurch Uebung und mäfsige Anstrengung, nehmen dagegen abdurch alle krankhaften Affectionen des Körpers. Sie werden er-nährt durch die zahlreichen in ihnen vorhandenen Arterien,welche in den dickeren Muskeln stärker sind und sich durch diekleineren Bündel in zunehmend kleineren Verzweigungen über-allhin verbreiten, Venen sind in ihnen gleichfalls zahlreichvorhanden, deren Durchmesser so viel gröfser sind, je wenigerdie Muskeln angestrengt werden und je reichlicher daher das zuihrer F.rnälirung nicht verwandte Blut weggeführt wird. DieSaugadern in ihnen dienen dazu, die durch die Muskelactionentbildeten Materien in das Blutsystem zurückzuführen, zugleichaber bewirken sie das schnelle Schwinden derselben in krank-haften Zuständen.

Alle Muskeln haben Nerven, jedoch sind diese im Herzenund allen automatisch sich bewegenden ungleich kleiner als insolchen, deren Bewegung willkürlich ist, namentlich sind sieam gröfsten in den zur Bewegung der Gliedmalsen dienendenMuskeln und in der Regel der Gröfse von diesen proportional,treten meistens mit den Blutgefäfsen in sie ein und verzweigensich neben diesen in die kleineren Bündel, indem sie sich ver-muthlich in dem, diese letzteren verbindenden, Zellstoffe endigenund verlieren. Blofs beim Herzen verbreiten sie sich netzförmigüber dasselbe.

Nicht minder haben alle Muskeln die Eigenschaft, sich in