Lebenskraft.
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handenen belebten Materie vermehrt wird oder nicht, kann manzur Begründung eines klaren Begriffes von Leben und Lebens-kraft nicht wohl umhin zu fragen, ob die einmal belebt gewe-sene Materie diese ihr inwohnende Fähigkeit, belebt zu werden,beibehält oder nicht. Wollte man das Erstere annehmen, sowürde dieses zu der Folgerung führen , dafs alle organischenKörper bei ihrer gänzlichen Zersetzung, z.B. vegetabilische undthierische Theile durch Verbrennung, nicht in unorganische ver-wandelt würden, sondern, wenn gleich nicht organisirt (mit Or-ganen versehn), doch organisch, d. h. belebungsfähig, blieben.Sofern aber solche ans organischen Körpern erhaltene einfacheStoffe oder binäre Verbindungen von den oben bezeichnetenunorganischen gar nicht unterscheidbar sind , so miifste ange-nommen werden, dafs entweder alle Materie belebt und ihreLebensfähigkeit also unzerstörbar wäre, oder dafs dieses nur voneiner gewissen vorhandenen Menge derselben behauptet werdenkönnte. Obgleich es schwer ist, in einem so dunkeln Gebieteirgend eine gewagte Hypothese völlig zu widerlegen , so würdees doch nach der bestehenden Kenntnifs der Naturgesetze kaumvorstellbar seyn, einen solchen Unterschied anzunehmen, undnamentlich, dafs das Leben in den organischen Stoffen unzer-störbar seyn sollte. Hiernach folgt aber nothwendig, dafs dieunorganische Materie belebungsfähig ist, sobald sie von belebtenorganischen Körpern aufgenommen wird, weil sonst die Mengebelebter Wesen durch jede gänzliche Zerstörung eines Indivi-duums verringert und somit stets kleiner werden müfste. Hier-nach wäre also alle Materie der Belebung oder mindestens derTheilnahme an den Lebensfunctionen organisirter Wesen fähig
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welche überhaupt als Bestandtheil lebender organisirter Körpergefunden wird. In dieser Beziehung zeigt sich wiederum ausder Erfahrung, wie allgemein in der Natur die Uebergänge vondem Mehr zum Minder ohne eigentlich scharfe Begrenzungstatt finden. Einige Stoffe nämlich, z. B. der Arsenik, machennie einen Bestandtheil organisirter Körper aus, tödten vielmehrdas Leben und zerstören den Organismus , andere dagegen er-scheinen als ganz allgemein verbreitet, z. B. Kohlenstoff’ undWasserstoff, welche in allen organischen Materien gefundenwerden und daher als die wesentlichsten zu betrachten sind, no»handere endlich, z. B. die Kalkerde, finden sich allerdings häufigin lebenden Wesen, nehmen aber namentlich an den feineren