Emission st heorie.
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fülltes Fernrohr anwendete. Man schlofs nämlich, da die Tan-gente des Aberrationswinkels gleich sey der Geschwindigkeitder Erde dividirt mit der Geschwindigkeit,'die der Lichtstrahlim Durchlaufen des Fernrohrs hat, so werde dieser Divisor grö-fser, folglich der Aberrationswinkel kleiner seyn bei einer dasLicht schneller durch sich hindurch lassenden Materie, Aberdiesen noch kürzlich von Th alles 1 angegebenen Gedanken hatschon Wilson 2 und neuerlich Biot 3 widerlegt. Diese Wi-derlegung scheint mir sin deutlichsten so geführt zu werden. ...
O O O b lg
Es sey Ali der das eine Ende des Fernrohrs treffende Licht-33.Strahl, CD der Raum, durcli welchen die Erde fortgeht, wäh-rend das Licht den Raum ED durchläuft, so ist, wenn keinbrechendes Medium den Raum EC ajisfüllt, die Richtung ECdie richtige, in welcher der Lichtstrahl zu dem Auge bei C ge-langt, und CED der Aberrationswinkel. Ist dagegen EC miteiner brechenden Materie erfüllt, auf deren gegen C ß senk-rechte Oberiläche der Lichtstrahl trifft und die den Brechungs-winkel = — des Einfallswinkels macht (da man hier gewifsn
Winkel und Sinus verwechseln kann), so würde bei ruhender
Erde der Winkel CBd = — . CED seyn (weil CB das Ein-
n
fallsloth ist), oder bei so kleinen Winkeln zugleich Cd= — CD.
Die Geschwindigkeit des Lichts ist in dem brechenden Körperim umgekehrten Verhältnifs vergröfsert, und die Erde durch-läuft also nur den Raum Cd, während der Lichtstrahl die Längedes Fernrohrs durchläuft; die vorige Stellung bleibt also dierichtige , indem bei doppelt so schneller Bewegung des Lichtsschon die Brechung einen Theil der Ablenkung genau so her-vorbringt, dafs der Üeberrest. der vermehrten Geschwindigkeitgemäfs ist.
Aber von einer andern Seite scheint eine Prüfung der New-ton’schen Theorie möglich zu seyn. Obgleich das Verhältnifsder Geschwindigkeiten vor dem Eintritte in den dichteren Kör-