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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
Seite
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pflanzt sich denn die Vibration nicht eben so gut auch in jenprEbene, das heilst, senkrecht auf die Richtung des Lichtstrahlsfort? Lei unpolarisirten Strahlen könnte man, da diese wäh-rend des Vorübenjanses einer Wellenlänge Vibrationen nachallen möglichen , auf die Richtung des Strahls senkrechten Rieh-tungen vollenden, in diesem Wechsel den Grund des Unmerk-lichwerdens suchen; aber bei polarisirten Strahlen lindetauchdiese Auskunft nicht statt.

Wir müssen uns also für jetzt wohl begnügen , ohne einevollkommene Einsicht in die Natur dieser Vibrationen, es alseine den Erfahrungen entsprechende Hypothese anzusehen, dafsdie in den Lichtstrahlen in Vibration gesetzten Theilchen Vi-brationen senkrecht auf die Richtung des Strahles vollenden unddabei den Kreis der verschiedenen Richtungen der Vibrationenwährend der Fortpllanzung durch den Raum , den wir frühereine Wellenlänge nannten, nach dem Gesetze der Stetigkeitdurchlaufen ; dafs diese Vibrationen für jeden einzelnen Farben-strahl zwar denselben Gesetzen folgen, aber so, dafs die Wel-lenlänge (oder hier besser der Abstand gleicher Vibrationsrich-tungen von einander) ungleich ist für jeden Farbenstrahl, unddafs also in einem weifsen Strahle eine unendliche Menge vonVibrationen, deren Gleichheit in Zwischenräumen von 16 bis20 Milliontel Abstand wiederkehrt und deren Richtung inner-halb dieser Zwischenräume den ganzen Kreis senkrecht auf dieRichtung des Strahls durchläuft, enthalten ist. Und wenn dieseVorstellung sehr verwickelt scheinen sollte, so mögen folgendezwei Aeufserungen IIekscjiei.’s zeigen, wie dieser unparteiischeund scharfsinnige Reurtheiler sich hierüber beruhigt. ,, JVe arenot io expert Light to he produccd without a mechanism

adequale to so wonderful an eJJ'ict . IJ' the phenomena

van be thereby accounted for, i. e. reduced io uniform andgeneral principles , we see no reason, why llial, or any stillwilder doclrine, sliould not he admitled , not indeed to all thePrivileges of a demonslraled facl , hat lo thyse of its reprä-sentative or locum tenens , tili the real tralh shall he dis-covered. “

Um von der strenger theoretischen Begründung der Undu-lationstheorie, so wie man sie nach den Grundsätzen der Bewe-gung elastisch - flüssiger Körper behandelt hat, doch etwas mit-zutheilen, füge ich dieser mehr populären Erörterung noch einen