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Lap 46 . Fortsetzung der türkischen Geschichte. 237
grausamen Musa und ungehorsame Statthalter nochmehr geschwächt, und kaum durch Mohammeds desErsten sanfte Weisheit und seinen edlen WessirVajessid hergestellt. Niemand konnte es hindern:Zigmund, weil er an hungarischen Großen seineGemahlin gerochen, lag in der Burg Soklios acht-zig Schuh tief unter der Erde; als er frei wurde,zogen die westlichen Geschäfte seine Aufmerksam-keit an.
Morad, würdiger Sohn Mohammeds, gab denZanitscharen ihren vorigen Ruhm; er war Held undgütig, ein richtiger Beurtheiler des Nichts deräußerlichen Größe, der er den Lebensgenuß so oftvorzog, als es Regentenpflicht ihm zuließ. Er ge-wann Constantinopel nicht, aber kaum athmete un-ter Johann VII. das ersterbende Reich. DieserKaiser zog (die Unkosten trug der Papst) nach Ita-lien zu Vereinigung der griechischen mit der abend-ländischen Kirche; er hoffte Hülfe von diesem Schrittund unterschrieb. Nach seiner Zurückkunft von Flo-renz wurde die Trennung größer, da auch die denVergleich verfluchten, welche die Mitunterschriftsich theuer hatten bezahlen lassen. TheologischeStreitigkeiten waren die Hauptbeschäftigung derConstantinopolitaner; dreihundert Klöster lagenin und um die Stadt, indeß die Kriegesmacht keinefünftausend Mann betrug.
Der Sultan Morad hatte mit Hungarn Friedeund hielt ihn; Cardinal Julianus, päpstlicher Le-
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