Band 
[Zweiter Band.]
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16 XVIII. B. Zur neuern Ordnung veranlassende RevM,

Cäsar Borgia war ein Mann von sehr lebhaftemGeist und großer Kraft des Charakters. Zu plan-mäßigen Verbrechen fehlte die Kühnheit weder demVater noch ihm. Durch Verrätherei und Meuchel-mvrd erwarb Cäsar die Herrschaft vieler italieni-schen Städte, die er hierauf mit Gerechtigkeit undGüte verwaltete. Ueberhaupt herrschten in Ita-lien geistreiche Männer, die mehr Einbildungskraftund Wohlredenheit als Verstand und wahre Kennt-nisse hatten; die Bande göttlicher und menschlicherGesetze wurden verschmähet; Religionsverachtunzund jedes Laster haben sich kaum je offenbarergezeigt.

Cap. 4.

Florenz.

Der Vater des Vaterlandes in Florenz,Cosimo de Medicis, war in seinem fünf und sieben-n. C. zigsten Jahre in einem seiner prächtigen Landhan-ser gestorben. Der Kaiser, König Ludewig XI, derPapst und alle umliegenden Fürsten und Städte hat-ten den Florentinern über den Verlust eines solchen Bürgers durch Gesandtschaften ihr Beileid bezeugt.

Sein Sohn, Pedro de Medicis, war ein Mannvon Geist und feinen Sitten; aber die Schwächeseiner Gesundheit hielt ihn ab, in den Geschäftenthätig zu seyn. Also schien die mediceistbe Machtpersönlich; Lnca Pitti scheute sich nickt zu äußern,

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