Band 
[Zweiter Band.]
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L6 XXII. D»P: Übergewicht der Könige vonFranirei»

Dem Wiener Hofe zeigte Wilhelm, daß die Türkenerst alsdann erniedriget werden könnten, wenn derKönig nicht mehr durch Diversionen und Aufreizungder Hungaren sie begünstigen könne.

In der That waren sie nicht mehr durch Ufurchtbar. Die Janitscharen ließen von ihrer Ord-nung nach; viele heiratheten und trieben Gewerbe,worin sie sich nicht gern durch den Krieg stören lie-ßen; die Hanptleute wußten nichts wehr als anbe-ten und schweigen; denn seit der Großherr sich imPalast verschlossen hielt, war der einige Weg zurGröße unwürdige Schmeichelei; Aemter und Wür-den wurden durch Verschnittene verhandelt. DirReligion selbst verlor seit Morat IV.

>n. C. Emerich Tököly aber und andere hungarischesier-M. besonders durch Bedrückung protestantischerGlaubensformen zn dem äußersten Mißvergnügengetrieben, riefen Mohammed IV. zum Schutz derhungarischen Verfassung. Der Großwessier KareMustapha zog mit einem sehr großen Heer nach Hu»-garn, und lag in Kurzem vor Wien. Heldenmü-thig behauptete sich unter Rüdiger von Starheiu-berg die Besatzung und Bürgerschaft. Johann Srbieskp, der König von Polen geworden, weil er sei»Vaterland von der Schmach türkischer Steuerbarkeilbefreit hatte; Karl von Lothringen, einer der beste»Feldherren seiner Zeit, von Ludewig aus seineniLande getrieben, diese, mit Johann Georg HsiKurfürsten von Sachsen, Marimilian Ennnmel,