493 XXIII. Buch. Theresia, Friedrich und Nordameri-a. ^
sche. Au Neapolis wurde der Papst öffentlich als ^ darbloß erster Bischof qualificirt, und die Macht der an!Concilien über die seinige erhoben; der Herzog von gnModena legte Steuern auf die Güter der Kirche. lei!Selbst der Großmeister von Malta vertrieb die Je:suiten. Das eigene Vaterland des Papsts Nezzo: ge>nico, Venedig, untersuchte die Summe des Ein-kommens der Geistlichkeit. 47,000 Geistliche fan- listden sich in diesem von 2,600,000 Menschen bevölker- sieten Staat, und auf iss Millionen belief sich das deiCapital ihrer Einkünfte. Von 4,117,000 Untertha-nen des Königs von Sicilien und Neapolis waren m
107,000 geistlich, und zwei Drittheile des Land- läj
Ertrages in ihrer Hand. Man schätzte den zssten de
Theil der Volksmenge in der katholischen Welt seist- ge
lieh. In dem elendesten Austand kamen die Jesuiten ße
auch aus Corsica nach Italien. vv
Da schrieb Clemens der Kaiserin Maria Theresia ch
um ihre Verwendung: „Thränen und Gebet sind st
meine einigen Waffen; ich verehre die Potentaten, M
deren Gott sich zu Züchtigung seiner Kirche bedient." w
Aber die Gesinnungen hatten sich in der ganzen ka- ir
tholischen Welt so verändert, daß die Bulleln Loona di
vomlnl selbst in Wien verworfen wurde. Diese di
Bulle enthält wie einen Auszug der vom heiligen n
Stuhl angemaßten Rechte; Papst Plus V. hatte st
ihr die neueste Form gegeben, Urbanus VIII. sie mitwenigen Ansätzen vermehrt; aber ein großer Theil 8ihrer zwei und siebenzig Verfluchungen ist älter als d