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Linsenglas.
kleiner Aenderungen auszuweichen, sey nachher ein andere!Flui-dum angewendet worden, und dieses besitze die Eigenxhaft,eine vollkommene Correction der chromatischen Abweiching zubewirken, weil es die verschiedenfarbigen Strahlen ganz geiau ineben dem Verhältnisse wie dasKronglas zerstreue. DieUmerän-derlichkeit dieser Linsen werde, glaubt Blair, die der gevöhn-lichen achromatischen, zwischen denen sich endlich doch Staubeinschleicht, übertreten, wenn man sie aus zwei Linsei mitdazwischen eingeschlossener Flüssigkeit bilde, aber freilich be-dürfe man bei den Linsen, wo die sphärische Abweichung ganzcorrigirt werde, dreier Glaslinsen, unter denen zwei ohne zwi-schenlieeende Flüssigkeit auf die gewöhnliche Weise an «inan-der liegen. Die bis dahin wirklich ausgeführten Fern röhr» wa-ren indefs alle nur von kleinen Abmessungen und gestattetennoch keinen sichern Schlufs auf einen eberT'Sf) guten Erfog beigrofsen Oeflnungen. ^berBARi.ow hat nun wirklich solche ?ern-rtihrer von 34 Zoll OelTnung und von 6 Zoll (= (37 paris . Lin.)OelTnung ausgeführt, welche beide von erwünschter Wi'kungseyn sollen. Bablow theilt darüberFolgendes mit 1 . Diezwi-schen zwei richtig geschliffenen Spiegelgläsern eingeschlcsseneFlüssigkeit ist S«:hwefelkohlenstofF (suljuret of carbon) 2 unddiese corrigirende Linse wird beträchtlich entfernt von dervor-dem Spiegelglaslinse aufgestellt; dieser Abstand geht bis aif diehalbe Brennweite der vordem Linse und kann selbst noch veitergehn. Diese Entfernung gewährt, wegen der hier schon ii ei-nen sehr engen Raum gesammelten Strahlen, den Vortheil, dafsdiese Linse viel kleiner, als die Oeffnung des Fernrohrs oderals der Durchmesser der vordem Linse, werden darf, und iidemsie kaum den halben Durchmesser zu haben braucht, mit ebenso viel Leichtigkeit für 12 Zoll Oeffnung ausgeführt wird, alsbei einer OelFnung von 6 Zoll der Fall wäre, wenn diese flissigeLinse sogleich an der Oeffnung selbst angebracht würde. DasVerhältnifs der Farbenzerstreuung gegen Spiegelglas ist, nachVerschiedenheit des Glases, zwischen 0,298 und 0,334; dasBrechungsverhältnifs selbst aber = 1,645, ungefähr wie fürFlintglas, und wegen dieser Eigenschaften würde (wie Barlow
1 Edinb. Journ. of Science by Brewster, VIII. 93. Foggend.Ann. XIV. 813,
2 Vergl. Berzelius Chemie I. 299.